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Informationen zu den wichtigsten Themenbereichen

Damit Sie einen Überblick über Chancen und Risiken bekommen und wissen, wo Sie weiterführende Informationen und Hilfe finden, haben wir die wichtigsten Aspekte zum Thema Medienkonsum für Sie zusammengefasst.

"1. Mediennutzung"

Eine der wichtigsten Fragen ist, ab welchem Alter man Kinder unter­schiedliche Medien nutzen lassen soll. Dazu gibt es die 3-6-9-12-Faustregel: Kein Bildschirm unter 3 Jahren, keine eigene Spielkonsole vor 6, kein Handy vor 9 und kein unbegleitetes Internet vor 12 Jahren. Eine weitere Frage ist oft jene nach der Nutzungsdauer: „Wie lange soll ich mein Kind fernsehen oder Computer spielen lassen?“ Eine Empfehlung ist, dass Kinder­gartenkinder eine halbe Stunde pro Tag am Computer spielen oder fernsehen dürfen.

Beim Eintritt in die Volksschule sollten es maximal 45 Minuten sein, da die Aufmerksam­keits- und Konzentrationsspanne ungefähr so lange ist. Bei zehn- bis 13-jährigen Kindern kann man schon anfangen, die Nutzungsdauer zu diskutieren und Regeln zu verhandeln. Ein Richtwert für dieses Alter ist ca. eine Stunde. Bei älteren Kindern sind pauschale Angaben nicht sinnvoll. Wichtiger ist, dass die (schulischen) Verpflichtungen erfüllt werden und auch noch Zeit für andere Hobbys, Familie und Freunde bleibt.

Genauso wichtig ist die Frage nach dem „Warum?“. Aus welchen Gründen werden die Medien konsumiert? Klassische und neue Medien eignen sich perfekt zur Unterhaltung, Kommunikation und Information. Sie sind nicht dazu da, um Probleme durch Ablenkung zu lösen, um Frust, Stress oder Ärger abzubauen oder echte soziale Beziehungen zu ersetzen. Daher ist es für Eltern immer wichtig, die Motive für den Medienkonsum ihrer Kinder (und auch für den eigenen) im Auge zu behalten.

Spezialtipps

  • Begleiten Sie jüngere Kinder bei ihren ersten Kontakten mit Fernsehen und Internet!
  • Fernsehgerät, Computer und Spielkonsole sollten so lange wie möglich nicht im Kinderzimmer stehen!
Quelle:

  • Roberts Frank J., Wickenhäuser Ruben (Hrsg.) (2010): Orte der Wirklichkeit  - Über Gefahren in medialen Lebenswellren Jugendlicher. Heidelberg.

"2. Medienkompetenz"

Bei klassischen Medien, wie dem Fernsehen, bedeutet Medienkompetenz vor allem die kritische Betrachtung von Inhalten, Informationen und (unterschwelligen) Botschaften. Das Internet unterscheidet sich dadurch, dass die BenutzerInnen Inhalte nicht nur (passiv) konsumieren, sondern auch selbst produzieren können. Dadurch bekommt Medienkompetenz eine neue Dimension: die Fähig­keit, Medien zur aktiven Gestaltung der eigenen Lebenswelt zu nutzen. Soziale Netzwerke im Inter­net leben davon, dass die BenutzerInnen interaktiv kommunizieren, Inhalte erstellen und austauschen. Da diese Inhalte digital sind, können sie schnell, einfach und kostengünstig erstellt, gespeichert, ko­piert und verbreitet werden. Dazu kommt, dass der Zugang zum Internet über PC, Tablets, Notebooks, Smartphones und Spielkonsolen immer und überall möglich ist. Weltweit nutzen rund 2,5 Milliarden Menschen das Internet und theoretisch kann jede Person mit jeder anderen in Verbindung treten, auch in unerwünschter Art und Weise.

Diese Eigenschaften sind der Grund, warum neue Medien eine so große Faszination ausüben und viele Chancen und Vorteile für Kommunikation und Vernetzung bieten – und natürlich auch Spaß und Unterhaltung bedeuten. Diese Eigenschaften bewirken aber auch einige Risiken und Nachteile, die durch die Nutzung von Medien entstehen können. Medienkompetenz bedeutet daher, neben dem Wissen um Möglichkeiten und Gefahren, auch die Fähigkeit, Medien selbstbestimmt, kreativ und sozial verantwortlich zur Kommunikation, Kooperation und Mitgestaltung der (Informations-)Gesellschaft einzusetzen.

Spezialtipps

  • Lehnen Sie Fernsehen und Internet nicht per se ab und seien Sie offen für die Möglichkeiten von Medien!
  • Denken Sie darüber nach, was für Sie ein positiver, kreativer und kritischer Umgang mit Medien ist und fördern Sie ihn bei Ihrem Kind!
Quellen:
  • Appelhoff Mechthild, Rathgeb Thomas (2014): Smart mobil?! - Ein Elternratgeber zu Handys, Apps und mobilen Netzen. Herausgegeben von www.klicksafe.de und www.handysektor.de.
  • Genner Sarah, Süss Daniel, Walter Gregor,Willemse Isabel, Hipeli Eveline (2013): Medienkompetenz – Die wichtigsten Tipps für den sicheren Umgang mit digitalen Medien. Herausgegeben von www.jugendundmedien.ch und Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften - Departement Angewandte Psychologie.

"3. Fernsehen"

Da in 98 Prozent aller österreichischen Haushalte ein Fernsehgerät steht, ist er meist das erste elektronische Medium, mit dem Kinder in Kontakt kommen. Für Eltern ist das oft der erste Anlass, sich Gedanken über Regeln für den Medienkonsum ihres Kindes zu machen. Für Kinder unter drei Jahren ist Fernsehen noch nicht sinnvoll, weil Kleinkinder für eine altersadäquate Entwicklung eine abwechslungsreiche, reale Umgebung brauchen, die ein selbständiges Erkunden und den Austausch mit einer Bezugsperson zulässt.

Durch eine unterstützende Begleitung vonseiten der Eltern können Kinder ab drei Jahren ans Fernsehen herangeführt werden. Sendungen mit einem „Happy End“ sowie einer guten Mischung aus spannenden und entspannenden Momenten können mit den Kindern gemeinsam ausgewählt werden. Somit kann auf die Interessen der Kinder, aber auch auf die der Eltern, Rücksicht genommen werden.

Klare Regeln und Absprachen sind notwendig und erleichtern die Fernsehnutzung auch im Kindergartenalter. Beim gemeinsamen Fernsehen oder bei einem Gespräch nach der Sendung sollte Gesehenes diskutiert werden. So können Kinder zu kritischen, souveränen und selbstbestimmten Fernsehnutzerinnen und -nutzern werden. Damit Fernsehen nicht zum Problem und zur einzigen Freizeitbeschäftigung im Volksschulalter wird, ist ein überlegter Fernsehkonsum für die ganze Familie hilfreich.

Werbung, Actionfilme, Daily Soaps und Castingshows: Neben der Unterhaltung transportieren die unterschied­lichen Fernsehformate teilweise problematische Inhalte und Werte, wie stereotype Rollenbilder und unrealis­tische Schönheitsideale. Eltern sollten versuchen, mit ihren Kindern in der Vorpubertät und Pubertät im Gespräch zu bleiben und gemeinsam einen kritischen Blick auf die transportierten Bilder und Inhalte werfen und z. B. die positive Einstellung zum eigenen Körper oder den konstruktiven Umgang mit Konflikten thematisieren.

Spezialtipps

  • Setzen Sie Fernsehen nicht zur Belohnung, Bestrafung oder Beschäftigung Ihres Kindes ein!
  • Wählen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind passende Fernsehsendungen aus und achten Sie dabei auf Altersempfehlungen (z. B. www.kika.de)!

Quelle:

  • Neuß, N. (2012): Kinder im Umgang mit Medien stärken. In: Wyrobnik, I. (Hrsg.) (2012): Wie man ein Kind Stärken kann. Göttingen.

"4. Spielkonsolen und Internetspiele"

Der Spieltrieb ist dem Menschen angeboren. Wenig überraschend stellen Spiele daher eine der wichtigsten Tätigkeiten in klassischen und neuen Medien dar. Gespielt wird auf mobilen Spielkonsolen wie Nintendo, Heimkonsolen wie Playstation, Xbox und Wii, aber auch auf PC, Tablets, Smartphones und tragbaren MP3-Playern wie dem iPod. Browserspiele sind bei Kindern sehr beliebt, weil man sie direkt auf Homepages, wie www.spiels.at oder www.spieleaffe.de, spielen kann und dafür keine eigenen Spielgeräte oder Downloads braucht.

Aus Sicht der Suchtforschung sind vor allem Spiele interessant, bei denen sehr viele SpielerInnen global vernetzt miteinander spielen können: so genannte „Massive Multiplayer Online Role Playing Games“ (MMORPG) wie z. B. „World of Warcraft“. Die Möglichkeit, mit seiner Identität zu spielen, in verschiedene Online-Rollen zu schlüpfen und dann Geschicklichkeit, Reaktionsvermögen und Strategie­talent mit anderen zu messen, übt eine große Faszination auf Millionen SpielerInnen weltweit aus. Die permanente Verfügbarkeit und der günstige Zugang zu diesen Spielen erhöhen deren Suchtgefahr. Manche SpielerInnen tauchen so intensiv in die Spielewelt ein und entwickeln dabei einen Flow-Zustand, bei dem sie alles rundherum vergessen, sodass sie ein problematisches Spielverhalten entwickeln – oft auf der Suche nach Erfolgen und sozialer Anerkennung, die sie in der realen Welt nicht bekommen. Daher sollte man neben der Dauer auch auf die Motive achten, warum jemand ein Spiel gerne, oft und lange spielt. Außerdem sollte man Jugendlichen ermög­lichen, außerhalb des Internets spielerisch Erfolgs­erlebnisse zu haben, seine Grenzen austesten zu können und soziale Anerkennung zu bekommen, indem man kulturelle, sportliche und kreative Freizeitbeschäftigungen fördert.

Viele Eltern sind auch über Spiele mit gewalttä­tigen Inhalten wie „Grand Theft Auto“ oder das Ego-Shooter Spiel „Call of Duty“ besorgt. Ob Medien einen Einfluss auf gewalttätiges Verhalten von Jugendlichen haben, wird schon seit Jahrzehnten (wissenschaftlich) heiß diskutiert. Für die meisten Jugendlichen geht es bei Spielen mit gewalttätigen Inhalten um Geschicklichkeit, Taktik und auch darum, Fantasien in einem sicheren Rahmen auszuleben. Gewalttätiges Verhalten bei Jugendlichen hat meist andere Hintergründe - wie eigene Gewalt-erfahrungen in der Kindheit und mangelnde soziale Anerkennung. Trotzdem sollten Eltern mit ihren Kindern über die Inhalte in Spielen sprechen und tätig werden, wenn ein Kind problematisch (z. B. aggressiv) auf die Spiele reagiert, indem man Regeln für die Benutzung aufstellt. Auf der Seite der Bundesstelle für die Posititivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen (www.bupp.at) finden Eltern viele Informationen zu unterschiedlichen digitalen Spielen mit Altersempfehlungen.

Spezialtipps

  • Vermeiden Sie, den Entzug des PC oder der Konsole als Strafe einzusetzen!
  • Vereinbaren Sie altersabhängige Regeln zur Nutzung der Computerspiele!

Zum Beispiel:

  • PC-, Internet- und Konsolenspiele erst nach Erledigung der Hausübungen.
  • Gleich viel Zeit mit anderen Freizeitaktivitäten wie am PC oder im Internet verbringen.
  • Ein Wochenzeitbudget für PC, Konsole und Internet festlegen, das sich Ihr Kind frei einteilen kann.
Quelle:

  • Mikos Lothar (2010): Wissenschaftliche Welten: Die Medienwirkungsforschung. In: Robertz Frank J., Wickenhäuser Ruben (Hrsg.) (2010): Orte der Wirklichkeit - Über Gefahren in medialen Lebenswelten Jugendlicher. Heidelberg.


"5. Smartphones and Tablets"

Smartphones sind Mobiltelefone, mit denen man im Internet surfen kann. Wenn sich Volks­schulkinder ein aktuelles und teures Smart­phone wünschen, geht es dabei meist um das Gerät als Statussymbol und weniger um dessen technische Ausstattung und Funktionen. Viele Eltern kaufen ihren Kindern gerne Handys, damit sie jederzeit erreichbar sind. Doch für die telefonische Erreichbarkeit alleine ist kein internetfähiges Smartphone nötig. Und viele ungesicherte Funktionen eines Smartphones überfordern oft die Kompetenzen der Kinder (sowie auch der Eltern) und sind somit eine mögliche Gefahrenquelle und Kostenfalle. Je mehr das Smartphone kann, desto wichtiger ist die Begleitung der Eltern beim Umgang damit und desto klarer müssen die Regeln für die Nutzung sein. Überlegen Sie, ob nicht ein einfaches Handy ohne Internetverbindung ausreicht oder informieren Sie sich, ob Sie beim Netzbetreiber das Internet für das Smartphone Ihres Kindes sperren lassen können.

Als Tablets werden kleine flache Computer mit Touchscreen bezeichnet, die auch internetfähig sind. So wie Smartphones passen sie in jede Tasche, weshalb man auch oft vom „mobilen Internet“ spricht. Dadurch ist es möglich, prak­tisch immer und überall das Internet zu nutzen und jederzeit über Telefon, SMS oder per Nach­richten auf Facebook oder WhatsApp erreichbar zu sein. Das hat Vorteile, wenn man dringend jemanden erreichen will, schnell Infos sucht oder kurz seine E-Mails und den Kalender kontrollie­ren möchte. Es ist dadurch leichter, berufliche und private Neuigkeiten mitzuverfolgen und immer am neuesten Stand zu sein. Smartphones sind daher für viele Jugendliche ein wichtiger Kommunikationskanal zu ihren Freundinnen und Freunden und der faszinierenden Welt des Internets. Das muss man respektieren. Man kann aber durchaus auch die Nachteile der ständigen Erreichbarkeit, der Informationsflut und der Aktualität diskutie­ren. Eltern und LehrerInnen beklagen manchmal, dass Kinder und Jugendliche unkonzentriert und abgelenkt sind. Aus Angst etwas zu verpassen, wollen sie ständig ihr Smartphone überprüfen und verpassen so, was sich gerade um sie herum abspielt. Es ist daher notwendig zu lernen, in welchen Situationen das Smartphone oder das Tablet nicht angebracht sind und am besten ausgeschaltet sein sollten. Mit den meisten Kindern und Jugendlichen kann man erfreulich konstruktiv über dieses Thema sprechen und viele geben selber an, dass es sie nervt, wenn in einer Gruppe jemand ständig aufs Handy schaut oder Gespräche durch Klingeltöne unterbrochen werden.

Spezialtipps

  • Respektieren Sie die hohe Bedeutung des Handys als Kommunikationsmittel!
  • Sehen Sie Ihr Kind als Expertin und Experten und lassen Sie sich die Funktionen des Smartphones erklären!
  • Lassen Sie Mehrwertdienste am Handy beim Netzanbieter sperren!

"6. Soziale Netzwerke"

Ob nun Facebook, WhatsApp, You­Tube oder Twitter: Soziale Netzwerke sind die populärsten Anwendungen im Internet. Die NutzerInnen sind interaktiv miteinander vernetzt und können Inhalte nicht nur konsumieren, sondern auch selbst einfach produzieren und veröffentlichen.

Soziale Netzwerke leben davon, dass Menschen persönliche Informationen miteinander teilen. Durch Smartphones und das mobile Internet ist es möglich, immer erreichbar zu sein und ständig die neuesten Aktualisierungen mitzuverfolgen. Das ist interessant und spannend.

Manche Menschen sind dadurch oft unkonzentriert und abgelenkt. Die Interaktivität, der Drang zu Aktualität und Schnelligkeit und die kinderleichte Handhabung von sozialen Netzwerken begünstigen leider auch Probleme, wie Cybermobbing, Cybergrooming, Sexting (lesen Sie mehr dazu in den nächsten Kapiteln), Missbrauch personenbezogener Daten oder die Verbreitung von ethisch bedenklichen Inhalten wie Pornographie, Gewalt, Rassismus, Nationalsozialismus und Sexismus.

Um Risiken zu vermeiden, sollte man in sozialen Netz­werken sehr vorsichtig mit persönlichen Daten umgehen. Auch im Internet gibt es nichts geschenkt. Wenn ich etwas gratis bekomme, muss ich dafür meist Informationen über mich preisgeben. Mit diesen personenbezogenen Daten können Firmen Geld verdienen. Ich bin im Internet also nicht nur Kundin oder Kunde, sondern oft auch das Pro­dukt. Generell ist es ratsam, sich seine Freundinnen und Freunde im Internet sehr gut auszusuchen: Online-“Friends“ sind die größte Sicherheitslücke in Bezug auf die eigene Privatsphäre. Außerdem sollte man es sich lieber zweimal überlegen, bevor man Infor­mationen über sich preisgibt, Kommentare postet oder Fotos und Videos von sich selbst (oder von anderen) veröffentlicht. Erst denken, dann klicken! Darüber hinaus ist es sinnvoll, nachzudenken und Regeln aufzustellen, in welchen Situationen das Smartphone keinen Platz hat und lautlos, offline oder ganz ausgeschaltet sein sollte.

Spezialtipps

  • Lehnen Sie soziale Netzwerke nicht grundsätzlich ab, sondern zeigen Sie Interesse an den Aktivitäten Ihres Kindes!
  • Besprechen Sie mit Ihrem Kind, dass es persönliche Daten wie Adresse und Telefonnummer in keinem sozialen Netzwerk angeben soll!
  • Keine Fotos, Videos oder Texte veröffentlichen, die peinlich sind oder später einmal zum eigenen Nachteil verwendet werden könnten!
  • Passwörter auch nicht mit der besten Freundin und dem besten Freund teilen!
  • Privatsphäre-Einstellungen regelmäßig ansehen und aktualisieren!
  • Besprechen Sie mit Ihrem Kind den Unterschied zwischen Freundschaften im realen Leben und im Internet!
  • Treffen mit Onlinebekanntschaften sollten, wenn überhaupt, nur in Begleitung eines Erwachsenen und nur an öffentlichen Orten stattfinden!

"7. Chatten"

Chats bieten Nutzerinnen und Nutzern die Möglichkeit, weltweit mit anderen Menschen über Themen zu dis­kutieren, die sie interessieren. Sie haben eine große Anziehungskraft auf Kinder und Jugendliche, weil sie so spielerisch Beziehungen aufbauen und pflegen können. Sie können dabei auch lernen, höflich und respektvoll zu kommunizieren und dies auch von anderen Chat-Teilnehmer-innen und Teilnehmern einzufordern. Eltern sollten vor allem am Anfang dabei sein und gemeinsam mit ihren Kindern kindergerechte und moderierte Chats wie, z. B. www.mein-kika.de, aufsuchen. Auf der Seite www.internet-abc.de finden Kinder spielerische Erklärungen zu Regeln und Möglichkeiten in einem Chat.

In Chatrooms kann man mit verschiedenen Identitäten spielen, was Jugendlichen in der Pubertät dabei helfen kann, eine eigenständige Persönlichkeit zu entwickeln. Leider wird dies manchmal von Erwachsenen missbraucht, um Kontakt mit Kindern aufzunehmen und deren Gutgläubigkeit auszunutzen. (Lesen Sie mehr dazu im Kapitel „11. Cybergrooming und Sexting“.)

Ein Alarmsignal sollte es daher sein, wenn ein Kind verstört vom PC aufsteht. Dann sollte man als Elternteil auf jeden Fall das Gespräch suchen.

Spezialtipps

  • Privatsphäre schützen und keine Adresse, Telefonnummer oder die Schule via Chat bekannt geben!
  • Keine Fotos und Videos von sich in einem Chat weitergeben!
  • Andere NutzerInnen sperren oder bei der / dem ModeratorIn melden, wenn sie aufdringlich werden!
Quellen:
  • Mike Große-Loheide (2008): Exzessive Computernutzung – ein suchtpräventiver Blickwinkel. In: Ida Pöttinger, Sonja Ganguin (Hrsg.) (2008): Lost? Orientierung in Medienwelten. Konzepte für Pädagogik und Medienbildung. Schriften zu Medienpädagogik 41. GMK: Bielefeld. S. 47-59

"8. Nachrichten und Information"

Der einfache Zugang zu Nachrichten und Informationen rund um die Uhr und aus aller Welt ist einer der größten Vorteile des World Wide Web. Das Wort „googeln“ (einen Begriff oder eine Information über die Internet­suchmaschine „Google“ suchen) hat es mittlerweile in den Duden geschafft. Die Plattform „Wikipedia“ ist für viele die erste Anlaufstation, wenn sie sich schnell über ein Thema informieren wollen. Schon in der Volksschule wer­den Seiten wie www.blinde-kuh.de zur Informationssuche verwendet. Jugendliche nutzen das Internet nicht nur für Kommunikation, Spiele und Unterhaltung, sondern zu einem großen Teil auch für die Informationssuche.

Das Problem an der Recherche im Internet ist vor allem die Fülle an Informationen, die ein PC oder Smartphone auf Knopfdruck ausspuckt – unsortiert und ungeprüft. Es ist daher problematisch, Informationen aus dem Internet unkritisch zu übernehmen.

Grundsätzlich gelten dabei aber die klassischen Regeln der Medienpädagogik: Stammen die Informationen aus einer vertrauenswürdigen Quelle? Oder hat die / der UrheberIn bestimmte Anliegen und neigt dazu, Daten und Fakten selektiv einzusetzen, unvollständig und ein-seitig darzustellen oder unerwünschte Informationen wegzulassen? Sind die Informationen aktuell und stimmen sie mit Informationen aus anderen Quellen überein? Passen neue Informationen zu dem, was ich über ein Thema schon weiß oder widersprechen sie meinem Wissen und meiner Erfahrung?

Die letzte Frage zeigt auf, warum es ein Irrtum ist zu meinen, man müsste im 21. Jahrhundert weniger Faktenwissen lernen, weil ja alles schnell verfügbar ist. Das Gegenteil ist der Fall: Man muss noch mehr wissen und ein Leben lang lernen, um die Fülle an neuen Infor­mationen richtig einordnen zu können. Wenn Kinder Interesse an einem bestimmten Thema oder aktuellen Geschehnissen haben, bieten sich aber auch oft kinder­gerechte Sachbücher und Fernsehsendungen als klassisch bewährte Alternativen zum Internet an.

Spezialtipps

  • Begleiten Sie Ihr Kind bei der Recherche im Internet!
  • Gezielte Informationssuche im Internet braucht Übung!
Quellen:
  • Feierabend Sabine, Karg Ulrike, Rathgeb Thomas (2013): JIM-STUDIE 2013 Jugend, Information, (Multi)Media - Basisuntersuchung zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest, Stuttgart. (www.mpfs.de)
  • Fileccia Marco (2013): Knowhow für junge User - Mehr Sicherheit im Umgang mit dem World Wide Web. Materialien für den Unterrricht. (www.klicksafe.de)

"9. Onlinesucht"

Die Suchtgefahr ist ein Risiko des Internetkonsums, das weder unterschätzt noch übertrieben werden soll. Von Onlinesucht spricht man, wenn eine Person

  • das Internet exzessiv nutzt und andere Aktivitäten und Verpflichtungen dadurch vernachlässigt (Einengung des Verhaltensraums),
  • den Internetkonsum nicht mehr zeitlich einschränken, unter- oder abbrechen kann (Kontrollverlust),
  • immer länger im Internet bleiben muss, um dieselbe positive Wirkung auf Stimmungslage und Gefühle zu erzielen wie noch zuvor (Toleranzentwicklung),
  • ständig das Verlangen danach hat, online zu sein und negative Gefühle, wie Unruhe, Nervosität, Gereiztheit, Unzufriedenheit oder Aggressivität auftreten, wenn das nicht der Fall ist (Entzugserscheinungen)
  • und wenn die Person ihren Internetkonsum nicht ändert, obwohl sie öfter negative Rückmeldung bezüglich ihres Verhaltens von wichtigen Bezugspersonen erhält, gehäuft Konflikte mit Eltern und andere Bezugspersonen vorkommen oder Probleme in der Arbeit oder Schule auftreten (negative soziale Konsequenzen).

Wie bei allen Suchtformen spricht man erst von Sucht, wenn mehrere dieser Faktoren über einen längeren Zeitraum auftreten. Genauso wenig, wie man KomasäuferInnen als AlkoholikerInnen einstuft, sollte man nach einem vor dem Bildschirm verbrachten Wochenende gleich von einem Suchtverhalten sprechen. Problematisch wird es dann, wenn dies zur Dauerstrategie wird und die Person ins Internet flieht, um sich vor Problemen zu drücken und dort die soziale Anerkennung und Unterstützung zu erlangen, die sie in der realen Welt nicht bekommt. Das Internet soll eine Ergänzung zu den anderen wichtigen und interessanten Dingen des Lebens sein – und kein Ersatz dafür.

Der beste Schutz vor Onlinesucht ist, wenn eine Person sich den kritischen Blick auf den eigenen Internetkonsum bewahrt und sein Verhalten regulieren kann, falls Alarmsignale wie Kontrollverlust, negative soziale Konsequenzen oder Einengung des Verhaltensraumes auftreten. Zu einer breiten Palette an Freizeitaktivitäten und guten sozialen Bindungen kann das Internet eine gute Ergänzung sein. Lebenskompetente Menschen, die gut kommunizieren, Probleme aktiv angehen und ihre Gefühle ausdrücken können, haben weniger Risiko eine Sucht zu entwickeln. Eltern haben einen großen Einfluss auf die Lebenskompetenzen ihrer Kinder und können viel dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche die Möglichkeiten zu einer bunten und abwechslungsreichen Freizeitgestaltung haben. Dadurch sinkt die Gefahr, dass sich Kinder und Jugendliche auf den Internetkonsum einengen und alle anderen Alternativen wegfallen. Wenn das Internetverhalten trotzdem bedenklich wird und Alarmsignale auftreten, sollte man nicht zögern, sich Unterstützung bei einer Beratungsstelle zu holen.

Spezialtipps

  • Achten Sie darauf, wie das Internet eingesetzt wird: Zum Spaß und zur Unterhaltung oder zur Problemvermeidung? Es gibt bessere und schlechtere Motive für den Internetkonsum!
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind neben dem Onlinekonsum seine Aufgaben und Pflichten in Schule, Ausbildung und Haushalt erledigt!
  • Achten Sie darauf, dass andere Hobbys und Freundschaften nicht zugunsten des Internets vernachlässigt werden!

Quelle:

  • Hahn André, Jerusalem Matthias (2001): Internetsucht - Reliabilität und Validität in der Online-Forschung. In: A. Theobald, M. Dreyer & T. Starsetzki (2001) (Hrsg.): Handbuch zur Online-Marktforschung. Beiträge aus Wissenschaft und Praxis. Wiesbaden.

"10. Gefährliche Inhalte"

Durch das Internet hat sich der Zugang zu Pornographie für Kinder und Jugendliche erheblich erleichtert und viele Eltern sind darüber besorgt. Auch nationalsozialistische, rassistische, Gewalt verherrlichende und andere ethisch bedenkliche Inhalte sind oft nur einen Mausklick entfernt. Es gibt einige technische Möglichkeiten, wie Browserfilter oder Sicherheitseinstellungen auf den Geräten, um solche Inhalte zu blockieren. Über die Seite www.kinderserver-info.de kann man einen kindergerechten Surfraum auf dem Computer oder mobilen Geräten installieren. Kindergerechte Startseiten wie, www.meine-startseite.de oder www.fragfinn.de, bieten Kindern Spiele, Chats und Suchmaschinen an, ohne dass sie über gewalttätige, pornographische und andere gefährliche Inhalte stolpern. Wenn man trotzdem pornographische oder nationalsozialistische Inhalte auf einer Website entdeckt, kann man dies an die Seite www.stopline.at melden.

Einen vollkommenen Schutz vor unerwünschten Inhalten gibt es im Zeitalter des mobilen Internets  leider nicht. Es gibt immer Mädchen in der Nachbarschaft oder Jungen in der Schule, die  pornographische Bilder und Videos auf ihren Handys haben. Auch wenn man den Kontakt zu solchen Inhalten nur bedingt einschränken kann, so können Eltern doch einiges tun, um den Schaden zu minimieren, der dadurch entstehen kann. Kinder sind viel weniger verunsichert, wenn sie mit ihren Eltern vertrauensvoll darüber reden können, nachdem sie im Internet (zufällig) auf pornographische

oder gewalttätige Inhalte gestoßen sind. Ein vertrauensvolles Verhältnis zu den Eltern ist die beste Antwort auf emotionale Irritationen aus solchen Ereignissen.

Der jugendlichen Faszination für Pornographie kann man nur Sexualpädagogik entgegensetzen, die neben der Aufklärung über Risiken (ungewollte Schwangerschaften, Geschlechtskrankheiten, etc.) ein realistisches Bild von Sexualität vermittelt und dabei auch die (überwiegend) positiven Aspekte thematisiert. Ein Beispiel dafür wäre die sexualpädagogische Website www.sexwecan.at.

Spezialtipps

  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Sexualität und darüber, dass Pornographie nicht die Realität darstellt!
  • Thematisieren Sie, dass Hass und Gewalt in der Realität nicht so glamourös und heldenhaft sind wie im Fernsehen und im Internet oft dargestellt!
Quellen:
  • Experteninterview mit Reinhard Winter: "Schwierig wird es, wenn über Sexuelles nicht kommuniziert wird", auf www.klicksafe.de
  • Duerager Andrea, Livingstone Sonia (2012): How can parents support children’s internet safety? EU Kids Online Network, London, UK. (www.eprints.lse.ac.uk)

"11. Cybergrooming und Sexting"

Beim Cybergrooming geben sich Erwachsene in Chats und sozialen Netzwerken oft als Gleichaltrige aus und erschleichen sich so das Vertrauen von Kindern und Jugendlichen. Ziel ist oft, sie zu einem Treffen zu überreden, um sie dann sexuell zu belästigen oder zu missbrauchen. Kinder sollten sich daher nie alleine mit Menschen treffen, die sie nur aus dem Internet kennen. In sozialen Netzwerken wäre es besser, nur Freundschaftsanfragen von Personen anzunehmen, die man kennt und von denen man weiß, wer sie im richtigen Leben sind. Beim Sexting verschicken Jugendliche (meist freiwillig) Nacktbilder mit ihrem Smartphone. Oft kommen diese Bilder in falsche Hände, landen auf Kinderpornographie-Seiten oder werden für Einschüchterung, Mobbing und Erpressung verwendet. Es ist fast unmöglich, Bilder und Videos, die einmal im Umlauf sind, nachhaltig zu entfernen.

Kinder und Jugendliche müssen daher früh lernen, dass man gewisse persönliche Dinge, wie Wohnadresse, Handynummer, Schule und auch Passwörter, im Internet nicht preisgibt. Peinliche und intime Videos und Fotos sollten erst gar nicht ins Internet gelangen. Man sollte also dreimal nachdenken, bevor man ein Foto oder Video von sich oder von einer anderen Person hochlädt. „Saferinternet“ bietet viele weiterführende Informationen und Tipps zum Thema Sexualität und Internet auf www.saferinternet.at. Die Krisenhotline „147 – Rat auf Draht“ hat auch eine sehr informative Website (www.rataufdraht.at) mit interaktiven Ratespielen für Kinder und Jugendliche.

Spezialtipps

  • Diskutieren Sie mit Ihrem Kind, dass im Internet viele Personen falsche Dinge angeben und dass es im Zweifel bei Ihnen nachfragen soll!
  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind über persönliche Daten, die es niemals im Internet preisgeben darf!
  • Besprechen Sie mit Ihrem Kind, keine intimen Fotos von sich oder anderen zu verschicken oder hochzuladen!

"12. Glücksspiel und Sportwetten"

Glücksspiel und Sportwetten können zur Sucht werden, mit verheerenden Folgen für die gesundheitliche, finanzielle und soziale Situation von Betroffenen und deren Angehörigen. Das Internet erleichtert Kindern und Jugendlichen den Zugang dazu. Die Verfügbarkeit rund um die Uhr, die fehlende soziale Kontrolle sowie die große Palette an multimedialen und interaktiven Online-Glücksspielen erhöhen dabei das Suchtpotential. Außerdem gibt es viele Online-Angebote, bei denen ohne Geldeinsatz gespielt und gewettet werden kann. Es ist zu befürchten, dass sich dadurch viele vor allem junge Menschen als kompetente SpielerInnen einschätzen und glauben, sie könnten auch mit echtem Geld gut spielen und viel gewinnen.

Es ist wichtig Jugendlichen zu vermitteln, dass beim Glückspiel der Ausgang überwiegend vom Zufall abhängt. Der Glaube, das Ergebnis durch Geschick, Taktik und Erfahrung beeinflussen zu können, ist eine Illusion. Auch bei Sportwetten und Pokern sind Wissen und Können nur zweitrangig. Für Glücksspielautomaten und Casinospiele gilt sowieso: Der Automat und die Bank gewinnen im Endeffekt immer. Wer versucht, Verluste wieder auszugleichen und weiter zu spielen, verliert meist noch mehr. Auch hier ist es wichtig, auf die Motive für das Spielen zu achten. Wer am Pokern den Spaß und die Spannung schätzt oder gerne einmal wettet, dass die Lieblingsmannschaft gewinnt, wird eher weniger ein problematisches Verhalten entwickeln als Kinder und Jugendliche, die mittels Glücksspiel ihr Selbstbewusstsein aufbessern wollen und an den großen Gewinn glauben.

Spezialtipps

  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind über diverse Mythen und vermeintliches Geschick und Können beim Glücksspiel!
  • Besprechen Sie mit Ihrem Kind, dass man bei simulierten Glücksspielen meist gewinnt, aber bei echtem (Online-)Glücksspiel im Endeffekt immer verliert!
  • Verlusten nachzujagen bedeutet meist noch größere Verluste!
Quellen:
  • Jens Kalke, Sven Buth, Moritz Rosenkranz, Christian Schütze, Harald Oechsler, Uwe Verthein (2011): Glücksspiel und Spielerschutz in Österreich - Empirische Erkenntnisse zum Spielverhalten der Bevölkerung und zur Prävention der Glücksspielsucht. Freiberg im Breisgaus
  • Ikrath Philipp, Rohrer Matthias (2013): Bericht zur Studie "Nutzung von (Online-)Glücksspielen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Österreich". Wien. Institut für Jugendkulturforschung (www.jugendkultur.at)

"13. Cybermobbing"

Gewalt und Mobbing unter Kindern und Jugendlichen gab es auch schon vor dem Internet. Das  besondere an Mobbing übers Internet (Cybermobbing) ist, dass entwürdigende Inhalte rascher verbreitet werden, ein größeres Publikum erreichen, oft nicht mehr entfernt werden können und für immer auffindbar bleiben. Cybermobbing kann rund um die Uhr passieren und macht auch vor den eigenen vier Wänden nicht halt. Die (scheinbare) Anonymität im Internet macht manche Menschen aggressiver als von Angesicht zu Angesicht.

Auch bei diesem Thema ist es wichtig, seinem Kind das Gefühl zu geben, dass es jederzeit zu seinen Eltern kommen kann, wenn es Probleme hat. Wenn man im Internet gemobbt wird, sollte man zuerst einmal nicht auf Angriffe reagieren und die technische Möglichkeiten von sozialen Netzwerken nützen und jene sperren, die das Kind belästigen. Meist kann man auch Probleme direkt an Facebook & Co melden. Darüber hinaus ist es hilfreich, über seine Rechte Bescheid zu wissen und Beleidigungen und Drohungen via Internet mit einem „Screenshot“ als Beweisstück zu dokumentieren.

Das Strafgesetzbuch und einschlägige Paragraphen wie „Üble Nachrede“ (§ 111 StGB), „Beleidigung“ (§ 115 StGB) und „Verleumdung“ (§ 297 StGB) gelten auch im Internet. Der „Bildnisschutz“ (§ 78 UrhG) besagt, dass es niemandem erlaubt ist, ein Bild von einer anderen Person ohne deren Zustimmung zu veröffentlichen. Auch hier lässt sich sagen, dass starke und selbstbewusste Kinder, die sich nicht verunsichern lassen und an sich glauben, besser mit Problemen umgehen können und andere Kinder unterstützen, die Opfer von Cybermobbing werden. Weitere Informationen und Tipps gegen Cybermobbing finden Eltern auf www.saferinternet.at.

Spezialtipps

  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Cybermobbing bzw. Mobbing generell!
  • Lernen Sie einen Screenshot abzuspeichern! So kann man abwertende Aussagen im Internet dokumentieren.
  • Für die Löschung der abwertenden Postings sorgen!
  • Bei Problemen mit allen Beteiligten sprechen und gemeinsam eine Lösung und eine Wiedergutmachung finden!
  • Mit Zivilcourage Opfer unterstützen!

"14. Rechtliches"

Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, es gelten dieselben Gesetze wie im realen Leben. Eine der häufigsten Gesetzesübertretungen im Internet ist die Verletzung von UrheberInnenrechten. Dies wird dadurch begünstigt, dass Musik, Bilder, Videos und Texte im Internet in digitaler Form vorliegen und einfach kopiert und weiterverbreitet werden können. Copyright-Verletzungen können zu empfindlichen Geldstrafen führen, weshalb es ratsam ist, nur Material zu verwenden, für das man auch die Berechtigung hat. Plattformen wie www.creativecommons.org bieten Inhalte, die frei von Lizenzen und deshalb gratis für alle verwendbar sind.

Außerdem ist es wichtig zu betonen, dass auch im Internet jeder Mensch das Recht auf die Würde seiner Person hat. Persönliche Daten oder peinliche Fotos dürfen niemals ohne Zustimmung der / des Betroffenen hochgeladen, kopiert oder weiterverbreitet werden. Auch im Internet soll sich jede Person frei von Beschimpfung und Herabwürdigung bewegen können. Bei Problemen mit Einkäufen im Internet kann man sich an die Seite www.ombudsmann.at wenden.

"15. Rat und Hilfe"

Suchtprävention

Suchtberatung

Info- und Beratungsstellen

  • Broschüren mit Info- und Beratungsstellen zu Krisen, Gewalt, Sexualität, Rechtsberatung
    LOGO! JUGEND.INFO
    T
    0316 / 90 370 90
    E info@logo.at
    I www.logo.at
  • Vertrauliche, kostenlose Rechtsberatung für Kinder, Jugendliche und Bezugspersonen
    Kinder- und Jugendanwaltschaft Steiermark
    T
    0316 / 877 55 00 (Kinder- und Jugendrechtetelefon)
    E
    kija@stmk.gv.at
    I www.kinderanwalt.at

Links

www.vivid.at - Fachstelle für Suchtprävention

www.saferinternet.at - Infos rund um das Thema sicheres Internet

www.klicksafe.de - Initiative für mehr Sicherheit im Netz

www.meine-startseite.de - Kindergerechte Startseite

www.fragfinn.de - Altersgerechte Suchmaschine

www.rataufdraht.at - Notruf für Kinder, Jugendliche und Bezugspersonen

www.stopline.at - Anonyme Anlaufstelle für illegale Inhalte im Internet

www.jugendundmedien.ch - Seite zur Förderung von Medienkompetenzen

www.ombudsmann.at - Internet-Ombudsmann bei Problemen mit Einkäufen im Netz

www.bupp.at - Infos zu digitalen Spielen mit Altersempfehlungen

www.sexwecan.at - Sexualpädagogischer Episodenfilm