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Steirische Jugendliche greifen immer früher zur Zigarette. Aktuellen Studien zur Folge liegt das Einstiegsalter im Durchschnitt bei 12,3 Jahren. Kein Wunder also, dass viele 16jährige Steirer/innen bereits auf eine längere Raucherkarriere zurückblicken können.
Wie schnell aus dem Ausprobieren eine regelmäßige schlechte Angewohnheit und bald auch eine Abhängigkeit werden kann, zeigen neueste Daten aus der Ifes-Baselineerhebung, die das Land Steiermark 2006 durchgeführt hat. Demnach hängt nahezu ein Drittel (30,1%) der 16 bis 25jährigen täglich am Nikotin, weitere 13,7 Prozent rauchen immerhin gelegentlich.
Spätestens wenn beim Sporteln die Puste ausgeht und der Nikotinhunger Monat für Monat ein tiefes Loch ins Geldbörsel reißt, finden viele Jugendliche den obligaten Griff zur Zigarette nicht mehr ganz so „cool“. Mehr als die Hälfte (57,4%) der unter 16jährigen hat daher bereits einmal versucht, das Rauchen aufzugeben und ebenfalls knapp die Hälfte (49,9%) denkt ernsthaft daran, innerhalb des nächsten halben Jahres das Rauchen zu quittieren. Die Motivation, den Einstieg in den Ausstieg zu schaffen, ist zweifellos hoch: Ein Drittel der 16 bis 25jährigen will den Glimmstängel ein für alle Mal ausdämpfen.
Versuche auf eigene Faust mit dem Rauchen aufzuhören, sind zumeist jedoch nicht von Erfolg gekrönt. Im besten Fall gelingt es lediglich 11 Prozent der Aufhörwilligen auch nach sechs Monaten nach wie vor rauchfrei dabei zu sein. Mit professioneller Unterstützung, Methoden der Verhaltenstherapie und einem für Jugendliche maßgeschneiderten Programm, wie take control es ist, liegt die Erfolgsrate nach einem Jahr hingegen bei 20 bis 50 Prozent.
Ziel
Vorrangiges Ziel des take control Weniger Rauchen Kurses ist die „Befähigung zum Nichtrauchen“. Durch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Rauchverhalten, das Erlernen von Bewältigungsstrategien und das Entwickeln alternativer Verhaltensweisen sollen die Teilnehmer/innen am Ende des vierwöchigen Kurses in der Lage sein, ihr persönliches Reduktions- oder Aufhörziel zu erreichen und ohne Zigaretten auszukommen.
Methode
Das take control Kursprogramm beruht auf kognitiv-verhaltenstherapeutischen Strategien und folgt damit aktuellen, wissenschaftlich anerkannten Maßstäben zur wirksamen Raucherentwöhnung.
Um bestehende Konditionierungen (erlernte Reiz-Reaktionsschemata wie die obligate Zigarette zum Kaffee) zu durchbrechen, ist es nötig, diese unbewussten Zusammenhänge bewusst zu machen. Mittels Registrierblock, einer Strichliste, in die für jede gerauchte Zigarette VOR dem Anzünden ein Stricherl gemacht wird, soll der automatisierte Griff zur Zigarette unterbunden werden.
Die Führung eines Rauchprotokolls wiederum hilft den Jugendlichen dabei, genau nachvollziehen zu können, an welchen Orten, bei welcher Tätigkeit oder in welcher Stimmung sie bevorzugt rauchen. Denn das Wissen um die eigenen Rauchgewohnheiten ist die Grundvoraussetzung, um alternative Verhaltensweisen zu entwickeln.
Einfache Entspannungstechniken, wie sie im Verlauf des Kurses erlernt werden, sorgen selbst in stressigen Situationen dafür, der „Versuchung“ zu widerstehen und rauchfrei zu bleiben. Der offizielle Abschluss eines Vertrages dient dazu, die Ziele – Reduktion des Zigarettenkonsums oder Rauchstopp – schriftlich zu fixieren und soll die Jugendlichen dabei unterstützen, sich ihr Ziel in schwachen Momenten zu vergegenwärtigen und den eingeschlagenen Weg einzuhalten.
Weitgehend verzichtet wird im Kurs hingegen auf „Missionierung“, das heißt, es wird nicht versucht, Teilnehmer/innen, die ihren Zigarettenkonsum reduzieren wollen, zur völligen Abstinenz zu bewegen.
Vorteile
Nachhaltige Wirkung. Die vierwöchige Kursdauer fördert im Gegensatz zu Wochenendseminaren die langfristige, aktive Auseinandersetzung mit dem eigenen Rauchverhalten, erhöht die Selbstkontrollfähigkeit, stärkt Woche für Woche die Motivation durch die Unterstützung der Gruppe und gibt die Möglichkeit, verschiedene Bewältigungsstrategien auszuprobieren und auf die individuellen Bedürfnisse abzustimmen.
Hohe Qualitätsstandards. VIVID ist das offizielle steirische Kompetenzzentrum für Suchtprävention. Bestens ausgebildete Referent/innen und 10 Jahre Erfahrung in der Suchtvorbeugung im Auftrag des Landes Steiermark bürgen für Qualität auf höchstem Niveau.
Flexibilität. Unsere Referent/innen kommen direkt zu Ihnen in Ihre Gemeinde, die Schule, den Betrieb, das Jugendzentrum etc. und richten sich bei der Terminvereinbarung nach Möglichkeit ganz nach Ihren Wünschen und Erfordernissen.
Keine Kosten. Das Land Steiermark als starker Partner macht es möglich, dass wir Ihnen den take control Weniger Rauchen Kurs kostenlos anbieten können.
(Quellen: Ifes-Baselineerhebung für die Steiermark 2006; SORA-Baselineerhebung für die Steiermark 2006; Wiener Krebshilfe - Krebsgesellschaft (Hg.): 100 Antworten auf Ihre Fragen zum Thema (Nicht)Rauchen, Wien: 2005)