Meskalin gehört zur Gruppe der Phenetylamine, die eine halluzinogene Wirkung hat.
Die chem. Substanz 3,4,5- Trimethoxyphentenylamin ist z.B. im Peyote-Kaktus (Lophophora williamsii) enthalten, der sehr bitter schmeckt und in der Wüste von Texas bis Mexiko wächst. Dort schätzen bis heute die Eingeborenen und Indianer die visionär halluzinogene und heilende Wirkung der Pflanze (Schamanismus).
Mehrere Indianerdialekte benutzen für Medizin und Peyote ein und dasselbe Wort. Tatsächlich wurde eine antibakterielle Wirkung gegenüber Staphylococcus Bakterien nachgewiesen.
Im Handel ist Meskalin als kristallines Pulver erhältlich. Meskalin hat eine entfernte Ähnlichkeit mit den körpereigenen bewusstseinsverändernden Stoffen Norepinephrin und Adrenalin.
Szenenamen
Mesk, Peyote, Kaktus, Kakteen.
Aufnahme / Wirkungsdauer
Die Einnahme erfolgt durch pulverisierten Kaktus (meist ein kristallines Pulver) oder durch Kauen von so genannten Buttons (Peyote-Scheiben). Auch das Trinken einer Teezubereitung, die durch stundenlanges Auskochen von Peyote hergestellt wird, ist üblich. Meist wird diese sirupartige Masse zusätzlich in Kapseln abgefüllt, um den Geschmack zu umgehen.
Die übliche Dosis liegt um 500 mg. Die Wirkung tritt nach zirka zwei bis drei Stunden ein.
Rausch
Meskalin greift - wie LSD - massiv in das Empfinden ein. Optische Sinnestäuschungen bis hin zu voll entwickelten Halluzinationen und eine Veränderung des Körperempfindens ist oft zu beobachten. Die Pupillen sind mehrere Stunden erweitert.
Das intensive Eingreifen der Droge in das Empfinden löst Euphorie aber auch oft Angst bis hin zu offener Panik aus (schlechter Film), woraus sich der Konsument nur selten allein lösen kann.
Das Zeitgefühl ist verlangsamt und die Grenzen zwischen der eigenen Person und anderen wird als gelockert bis aufgelöst beschrieben. Das Selbstwertgefühl ist extrem hoch, der Hunger und der Sexualtrieb werden stark vermindert. Gleichgewichtsstörungen und Gangstörungen sind nach ca. einer halben bis einer Stunde präsent.
Die Farb- und Formwechsel variieren immer schneller und wandeln sich in traumhafte Szenen um, die als echte Halluzinationen kaum von der Realität zu unterscheiden sind. Dieser Zustand wird oft als bewusstseinserweiternd beschrieben, da der Betroffene trotz seines Zustands noch sehr wach ist und alles klar und präzise erlebt.
Nachweiszeit
Meskalin wird nur auf Sonderanforderung untersucht und ist ca. ein bis vier Tage nach der letzten Einnahme nachweisbar.
Körperliche Wirkungen und Langzeitfolgen / Risiken während des Rausches
Durch den stark bitteren Geschmack von Peyote ist ein Brechreiz kaum zu unterdrücken. Auch das Abfüllen in Kapseln umgeht diesen Brechreiz nicht, da die Übelkeit zu der Wirkung von Meskalin gehört. Eine leichte Erhöhung des Blutdrucks und des Pulses sowie vermehrter Speichelfluss setzen ein.
Weitere körperliche Wirkungen und Schäden sind bisher noch nicht bekannt bzw. eindeutig belegt worden. Einzig eine antibakterielle Wirkung gegen mehrere Arten von Staphylococcus Bakterien ist bewiesen und erklärt teilweise die Wirkung Meskalins als Wunderheilmittel bei den Indianern.