Verpackungen

Das Image einer Zigarettenmarke wird vor allem über die Verpackung vermittelt wird. Es ist entscheidend für die Markenwahl von Neu-Konsumierenden. Angesichts der eingeschränkten Werbemöglichkeiten für Tabakprodukte ist die Art der Verpackung umso wichtiger: Die Verpackung gilt als letzter Werbeträger für Tabakkonzerne.

Verpackungen werden je nach Zielgruppe unterschiedlich gestaltet. Sie drücken eine Image aus, das mit der jeweiligen Marke verbunden werden soll. So gibt es Verpackungen im Öko-Design für gesundheits- und umweltbewusste Menschen, pinke Verpackungen für Mädchen und silberne für technik-affine Menschen.

Bild-Text-Warnhinweise

Seit Mai 2016 müssen Verpackungen von Zigaretten und Tabak zum Selbstdrehen zu 65 Prozent mit Bild-Text-Warnhinweisen versehen sein. Damit setzen die nationalen Gesetze die Tabakprodukte-Richtlinie der EU um. Verpflichtend muss nun die Nummer einer Quitline kommuniziert werden, also einer übergeordneten Beratungsstelle, die beim Rauchstopp unterstützt. In Österreich steht nun auf jeder Verpackung das Rauchfrei Telefon.

Bild-Text-Warnhinweise sind aus suchtpräventiver Sicht differenziert zu bewerten: Sie verringern die Werbefläche und kommunizieren eine Quitline, was äußerst positiv ist. Andererseits sind Schockbilder kritisch zu bewerten, das die Wirkung von Abschreckung umstritten ist. Daher sollen sie nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zu wirklich standardisierten Verpackungen sein.

Standardisierte Verpackungen als Ziel

Aus Sicht der Suchtprävention wären standardisierte Verpackungen ohne Werbefläche und ohne Schockbilder das Ziel. Wichtig ist jedoch die Kommunikation einer Nummer, die beim Aufhören unterstützt.

Mehr: Positionspapier der Österreichischen ARGE Suchtvorbeugung zu Bild-Text-Warnhinweisen (2016) (PDF)



Quellen

 


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