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Sammelklage gegen Tabakkonzern nach 20 Jahren entschieden

1999 reichten zwei Millionen (Ex-)Rauchende aus Kanada eine Sammelklage gegen die drei größten kanadischen Tabakkonzerne ein. Sie forderten Schadenersatz wegen der Verharmlosung der mit Tabak verbundenen Risiken. Durch Werbung und Marketing würden "falsche Informationen" über Tabak verbreitet.

Anwälte der Tabakindustrie erreichten, dass sich der Prozess-Beginn wegen Verfahrensstreitigkeiten 13 Jahre lang hinzog. So startete der Prozess erst 2012. Da waren viele Kläger bereits verstorben. 2015 gab das Gericht den Klägern Recht, woraufhin die Tabakkonzerne gegen das Urteil Berufung einlegten.

Im Jahr 2019, also 20 Jahre nach dem Einreichen der Klage wurde das Urteil gegen die drei Tabakkonzerne bestätigt. Der Fall gilt als Paradebeispiel für die Verzögerungstaktik der Tabakindustrie.

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