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Standardisierte Verpackungen

Seit den 1920er Jahren nutzen Tabakkonzerne die Verpackung zur Bewerbung des Rauchens. Aufgrund der enormen Schädlichkeit von Tabak und des hohen Suchtpotenzials von Nikotin gehen manche Länder einen anderen Weg: Sie legen per Gesetz fest, wie Verpackungen gestaltet sein müssen. Dadurch unterbinden sie ihre Nutzung als Werbefläche.

Der Markennamen ist in vorgegebener Schrift auf neutralem Hintergrund aufgedruckt. Bild-Text-Warnhinweise und Kontaktnummer zur Entwöhnung sind gut sichtbar platziert.

Entwöhn-Nummer hilft beim Aufhören

Diese sogenannten „standardisierten Verpackungen“ („Plain Packages“) verhindern, dass Rauchen durch die Verpackung ein positives Image erhält. Gleichzeitig weisen sie durch Warnhinweise auf die Schädlichkeit des Produkts hin. Die aufgedruckte Entwöhn-Nummer vermittelt Unterstützung beim Aufhören.

Im Unterschied dazu ist bei Bild-Text-Warnhinweisen eine gewisse Fläche den Tabakkonzernen zur freien Gestaltung überlassen. Durch Schrift, Farbe, Material und sonstige Gestaltung kann ein bestimmtes Image transportiert und eine bestimmte Zielgruppe angesprochen werden.

15 Länder weltweit

Mit Stand Sommer 2020 hatten weltweit 15 Länder standardisierte Verpackungen eingeführt. Fast in allen Fällen betraf dies das mit Abstand am häufigsten konsumierte Produkt, die klassische Tabakzigarette. Andere Tabakwaren, E-Zigaretten und andere Nikotinprodukte waren davon meist ausgenommen. Einzelne Länder wie Norwegen belegen Tabak auch mit einem Präsentationsverbot. Die Ware wird im Geschäft nicht präsentiert, aber auf Verlangen verkauft.

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