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Kokain
Kokain
- auch bekannt als "Koks", "Schnee", etc. - gilt als
die aufputschende Droge schlechthin. Im Gegensatz etwa zu Heroin wird
es nicht mit Bildern von verwahrlosten Junkies verbunden, sondern mit
erfolgreichen KünstlerInnen, Models, ManagerInnen oder SportlerInnen.
Kokain war ursprünglich eine Droge der Oberschicht, durch den Preisverfall
hat es sich aber weiter verbreitet.
Der
Stoff
Kokain (chemisch: Cocahydrochlorid) ist ein weißes, kristallines,
bitter schmeckendes Pulver. Es wird durch Zugabe von Wasser und Chemikalien
aus den Blättern des Koka-Strauches, der vor allem in Südamerika
wächst, gewonnen. "Crack" und "Freebase" sind
rauchbare Formen von Kokain, die durch Beimischung von Backpulver und
Alkohol bzw. durch Erhitzen mit Ammoniak erzeugt werden. Auf dem europäischen
Schwarzmarkt ist Kokain meist mit Streckmitteln verschnitten. Üblicherweise
wird Kokain geschnupft.
Wirkungen
Neben der örtlich betäubenden Wirkung, wegen der Kokain z.T.
immer noch in der Medizin verwendet wird, wirkt Kokain vor allem stark
aufputschend und erregend. Es bewirkt Gefühle gesteigerter Leistungsfähigkeit
und erhöhten Wohlbefindens. Antrieb und Bewegungsdrang steigen, Angst
verringert sich, typisch sind auch erhöhte Kontaktfreudigkeit und
sexuelles Verlangen sowie eine Hebung von Stimmung und Selbstwertgefühl.
Der Eindruck schnelleren Denkens, erhöhter Kreativität und ein
vermehrtes Redebedürfnis sind ebenso "klassische" Wirkungen
von Kokain. Wie bei vielen Drogen ist die psychische Wirkung von den Erwartungen
der KonsumentInnen, deren Stimmung und den Einflüssen der Umgebung
abhängig.
Darüber hinaus unterdrückt Kokain die Müdigkeit und dämpft
Hunger- und Durstgefühle; Halluzinationen sind ebenfalls möglich.
Beim Schnupfen setzt die Wirkung nach ein paar Minuten ein und dauert
zwischen 30 und 60 Minuten (länger als beim Spritzen oder Rauchen,
wobei bei diesen Konsumarten die Wirkung schneller einsetzt).
Risiken
Kurzfristige Gefahren des Kokainkonsums sind - durch die kreislaufanregende
Wirkung - Muskelkrämpfe, Herzrhythmusstörungen, Atemprobleme
bis hin zu Herz- oder Atemstillstand. Bei Anzeichen für derartige
Wirkungen muss sofort der Notarzt gerufen werden: 144!
Besonders gefährlich sind Mixturen mit anderen Drogen ("Speedball").
Häufiger Kokainkonsum kann zu bleibenden Schädigungen der Nasenschleimhäute
(beim Schnupfen - "Koksernase"), zu Beeinträchtigungen
des Immunsystems sowie bei Männern zu Impotenz und bei Frauen zu
Störungen im Menstruationszyklus führen. Auch Gewichtsverlust
und Schäden an Magen, Leber und Nieren sowie Hirnblutungen sind bekannt.
Kokain hat ein sehr hohes psychisches Abhängigkeitspotential. Da
das Nachlassen der Wirkung bei Dauergebrauch zu Leere, Ruhelosigkeit,
Unzufriedenheit etc. führt, ist es "naheliegend", diese
Gefühle durch erneuten Kokainkonsum zu "bekämpfen".
Ein kontrollierter Konsum von Kokain ist kaum möglich, beim Rauchen
von Crack/Freebase tritt eine Abhängigkeit meist schneller ein als
beim Schnupfen, ebenso sind jüngere KonsumentInnen stärker gefährdet.
Zum Teil werden auch andere Substanzen (Alkohol, Opiate, Medikamente,
) gegen die Nachwirkungen von Kokain eingesetzt, was das Risiko
schädlicher Wirkungen erheblich vergrößert.
Psychisch kann Kokainkonsum langfristig zu Persönlichkeitsstörungen
wie Angstneurosen, Depressionen oder Verfolgungswahn führen. Die
Probleme in der Selbsteinschätzung haben häufig auch negative
Folgewirkungen auf das Familien- oder Berufsleben.
Rechtliche
Situation
Kokain gehört zu den durch das Suchtmittelgesetz verbotenen Substanzen.
Besitz, Handel etc. sind strafbar.
Weitere Infos: Suchtmittelgesetz.
Weitere
Infos zu Kokain findest Du auch unter Links!
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