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Medikamente
Medikamente
können helfen, Krankheiten zu heilen und Schmerzen zu lindern; Medikamente
können aber auch missbräuchlich verwendet werden, und von bestimmten
Medikamenten kann man auch abhängig werden.
Medikamente
und Abhängigkeit
Als Medikamentenabhängige/r gilt, wer regelmäßig Medikamente
mit psychischer Wirkung einnimmt, ohne dass dies medizinisch begründet
ist, und wer dadurch körperliche, seelische oder soziale Schäden
erleidet. Bei Medikamentenabhängigkeit liegt immer eine psychische
Abhängigkeit vor, es gibt aber auch Stoffe, die zusätzlich zu
einer körperlichen Abhängigkeit führen.
Zu den Medikamenten, die abhängig machen können, zählen
vor allem
· Schlafmittel (Barbiturate)
· Beruhigungsmittel (Tranquilizer - Benzodiazepine)
· Schmerzmittel
· Aufputschmittel (Amphetamine, Psychostimulantien)
· Appetitzügler
· Migräne- und Narkosemittel
Die
meisten Medikamente, die Abhängigkeit verursachen können, werden
eingesetzt, um Gefühle zu beeinflussen: Unlust, Schlafstörungen,
Angst, Antriebslosigkeit sollen verscheucht oder Freude und Wohlbefinden
hergestellt werden. Genau hier liegt auch die Gefahr: Das wiederkehrende
Bedürfnis nach der Stimmungsänderung kann abhängig machen.
Medikamente haben ein unterschiedliches Suchtpotential (wie schnell man
von einem Stoff abhängig wird), die Suchtentwicklung hängt aber
immer auch mit dem Menschen und seiner Situation zusammen.
Auch Nasenspray gegenüber kann zum Beispiel eine Sucht entstehen.
Auf die medikamentöse Gefäßverengung reagiert der Körper
meist nach sechs bis acht Stunden mit einer stärkeren Durchblutung
der Nasenschleimhaut - das führt zu einer oft noch stärkeren
Schwellung.
Wird dann wieder zu den Tropfen gegriffen, beginnt der Prozess von neuem.
Ein Dauergebrauch führt bereits nach kurzer Zeit zu einer Mangeldurchblutung
der Schleimhaut und Drosselung der Schleimbildung (feststellbar an einer
trockenen Nasenschleimhaut und Borkenbildung), im schlimmsten Fall zu
einer chronischen Nasenschleimhautentzündung (medikamentös verursachter
"Schnupfen") mit Gefäßschäden an der Schleimhaut.
Aufnahme
und Wirkung von Medikamenten:
Ketamine und Barbiturate werden intravenös verabreicht, andere Medikamente
werden meist als Pillen, Tabletten oder Kapseln eingenommen. Die Wirkung
tritt sofort und anhaltend ein.
Folgen
von Medikamentenabhängigkeit
· Barbiturathältige Schmerzmittel: Gefühlsschwankungen,
Unruhe, Verlust der Selbstkontrolle, Reizbarkeit; Schulter- und Magenschmerzen,
Gewichtsabnahme, Seh- und Schlafstörungen, Hautausschläge, Allergien
und Kopfschmerzen, erhöhte Unfallgefahr
· Schlafmittel: Müdigkeit und leichte Euphorie; Beeinträchtigung
von Reaktionsfähigkeit, Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit;
Gleichgültigkeit, Verletzungsgefahr
· Tranquilizer: Verlangsamung, rauschartige Zustände, matte
Euphorie
· Appetitzügler und Aufputschmittel: Stimmungsschwankungen,
Antriebslosigkeit bei Nachlassen der Wirkung; manchmal: Verfolgungswahn,
Halluzinationen
· Ketamin: Blutdruck und Herzfrequenz steigen an, bei Überdosierung
kann es zu tödlich endender Lähmung von Herz und Atmung
kommen
Barbiturate
haben ein hohes körperliches und hohes psychisches Abhängigkeitspotential,
außerdem sind dauerhafte Nierenschäden möglich. Bei aufputschenden
Mitteln können tiefe Depressionen nach Abklingen der Wirkung auftreten,
Schlaflosigkeit und Unruhe können weitere Folgen sein.
Tipps
für den Umgang mit Medikamenten
· Brauchst du jetzt ein Medikament? - Viele Beschwerden vergehen
von selbst oder mit Hausmitteln.
· Ist ein Medikament die Lösung? Oder bekämpfst du damit
nur das Symptom und nicht die Ursache eines Problems? - Gegen Schulstress,
Liebeskummer, Müdigkeit oder Schüchternheit helfen Medikamente
nicht wirklich - sie verdecken nur das eigentliche Thema.
· Wenn du Medikamente nimmst, dann nur nach ärztlicher Verschreibung
bzw. Beratung in der Apotheke und so wie's im Beipacktext
steht.
· Wenn du ein Medikament nimmst, dann vermeide in dieser Zeit andere
Substanzen (z.B. Alkohol).
· Medikamente wirken nicht immer und nicht bei jedem Menschen gleich!
Weitere
Infos zu Medikamenten findest du auch unter Links!
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