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"Smart drugs", Naturdrogen und was es sonst gibt …

Ein Blick ins Internet kann schnell verwirren: "Smart drugs", "Herbals", "Naturdrogen", "Biodrogen", "Head shops" sind nur ein paar der Begriffe, auf die man/frau stößt. Beworben und verkauft wird, was einträglich erscheint.

Begriffe
· Die Begriffsverwirrung beginnt bereits beim englischen Wort "drug", das im Deutschen für Arzneimittel, Droge, Medikament u.a. stehen kann. "Smart drugs" oder "Natural drugs" können also - je nach Übersetzung und Zusammenhang - Heil-, Sucht- oder Genussmittel sein.
· "Herbals" kommt vom englischen Wort "herbs", zu Deutsch "Kräuter"; der Überbegriff "Natural drugs" (Natur-, Bio-, Ecodrogen) bezeichnet überhaupt alle Mittel, die pflanzlich sind und eine Auswirkung auf die Psyche (den menschlichen Geist) haben.
· "Smart drugs" ("kluge Drogen") im engeren Sinn sind chemische oder natürliche Mittel, die die geistige Leistungsfähigkeit steigern sollen (medizinischer Name: "nootropics"). In unseren Breiten werden unter dem Namen "Smart drugs" alle möglichen Substanzen verkauft, die meist bewusstseinsverändernd sind und nur gemeinsam haben, dass sie "smart" genug sind, nicht unter ein gesetzliches Verbot zu fallen
· "Head shops" ist der Begriff für Geschäfte, die auf Artikel rund um den Drogenkonsum spezialisiert sind. "Grow shops" bieten Produkte zur Aufzucht diverser Pflanzen an, "Smart Shops" sind eher auf "Smart drugs" spezialisiert. Die Grenzen sind jedoch fließend, die Breite des Angebots (von Samen über Rauchgeräte, botanische Bücher, esoterische Einrichtungsgegenstände bis zu homöopathischen Medikamenten) erinnert mitunter an einen Flohmarkt.

Rechtliches
"Smart drugs" und "Natural drugs" sind häufig nicht verboten, die Gesetzeslage unterscheidet sich auch zwischen einzelnen Ländern. Hinweise auf die Legalität, die häufig auf Homepages zu finden sind, sind daher mit Vorsicht zu genießen.

"Natural drugs"
Naturdrogen sind wild in der Natur wachsende Pflanzen oder Teile von diesen, die eine psychotrope Wirkung haben (also den menschlichen Geist beeinflussen). Von ihrer Wirkung auf das Nervensystem her können zwei Arten unterschieden werden: Euphorika (rufen Glücksgefühle hervor) und Halluzinogene (erzeugen Sinnestäuschungen). Zu den Naturdrogen gehören verschiedene Pilze, Nachtschattengewächse, Kakteen, Hautsekrete exotischer Krötenarten u.a.
Ihre Wirkung ist häufig schwer abzuschätzen, weil die Wirkstoffkonzentration in jeder einzelnen Pflanze unterschiedlich ist. Wahnvorstellungen sowie Vergiftungen bis hin zum Tod kommen immer wieder vor, besonders gefährlich sind "Cocktails". {Don't mix!}

"Smart drugs"
· Die unter diesem Begriff vertriebenen Substanzen reichen von Kräutern über Vitamine bis zu Hormonen und Aminosäuren sowie klassischen Medikamenten. Bei uns wird der Begriff meist so allgemein verwendet, dass alle möglichen natürlichen oder chemischen Substanzen darunter zusammengefasst sind. Wirkungen und Gefahren sind daher höchst unterschiedlich, und "smart" heißt mitnichten ungefährlich!
· "Smart drugs" im engeren Sinn sollen die Lernfähigkeit und Gedächtnisleistung erhöhen und Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit und Kombinationsgabe steigern. Die Wirkungen von "Smart drugs" sind jedoch noch nicht wirklich erforscht, Neben- und Langzeitwirkungen sind häufig unklar. Ein medizinischer Einsatz (bei Senilität, Alzheimer, Schlaganfällen, …) kann angebracht sein, von Selbstexperimenten zur Leistungssteigerung ist jedoch abzuraten.

Tipps
· Die Die Überschrift "Natural drugs" oder "Smart drugs" sagt wenig aus. Wirkungen und Gefahren sind sehr unterschiedlich, es ist daher wichtig, sich immer genau über das jeweilige Mittel zu informieren.
· Nicht alles, was legal ist, ist ungefährlich. Tollkirschen wachsen z.B. bei uns, können aber tödlich sein.
· Nicht alles, was gekauft werden kann, ist ungefährlich. Dass ein Mittel in einem (Internet-)Geschäft gekauft werden kann, heißt nicht, dass der Konsum keine Gefahren mit sich bringt.

Zusammenfassung
Der Trend zu nicht verbotenen Natur- und anderen Drogen bedeutet auch: Wirklich genau hinschauen, sich informieren, im Zweifelsfall sich auch für's "nein danke" entscheiden: "it´s up 2U"
 
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