|
Alkoholismus
Alkoholismus ist eine Krankheit. Es gibt viele mögliche Ursachen
dafür; wenn jemand einmal alkoholsüchtig ist, bestimmt der Alkohol
einen großen Teil seines Lebens. Ein Alkoholiker muss trinken, auch
wenn er weiß, dass es für ihn schädlich ist; ein Alkoholsüchtiger
ist krank und nicht willensschwach oder bösartig.
Alkoholikerfamilien
Wenn ein Familienmitglied alkoholkrank ist, leiden auch die anderen darunter:
· Sie müssen Aufgaben des Alkoholiker übernehmen, wenn
dieser betrunken ist.
· Sie müssen widersprüchliche Gefühlsäußerungen
und Stimmungsumschwünge des Alkoholkranken miterleben.
· Unter Alkoholeinfluss kommt es oft zu Streit oder auch Gewalt.
· Verabredungen und Versprechen werden häufig nicht eingehalten.
· Oft versuchen die Familienmitglieder, die Krankheit des Alkoholikers
nach außen zu vertuschen: Sie laden keine Gäste ein, gehen
nicht gemeinsam aus und erfinden Notlügen, wenn jemand anruft.
Kinder haben zusätzliche
Schwierigkeiten:
· Die Gefühle für den alkoholkranken Elternteil schwanken
häufig zwischen Zuneigung und Abscheu.
· Oft fühlen sich Kinder "schuldig" am Alkoholismus
des Elternteils und wollen diesem helfen.
· Sie müssen früh Aufgaben zur Aufrechterhaltung des
alltäglichen Lebens in der Familie übernehmen.
· Beim Streit zwischen den Eltern geraten sie "zwischen die
Fronten" oder werden gezwungen, Partei zu ergreifen.
· Sie können aus der Familie nicht "flüchten".
Hinweise für
Kinder alkoholkranker Eltern
· Du bist nicht allein:
Auch wenn du dir vielleicht oft so vorkommst: Es gibt viele andere Kinder
und Jugendliche, deren Vater oder Mutter alkoholkrank ist.
· Du bist nicht "Schuld":
Was auch immer die Ursachen der Alkoholsucht deines Vaters oder deiner
Mutter sind: DU bist nicht verantwortlich dafür.
· Alkoholismus muss behandelt werden:
Wahrscheinlich möchtest du deinem Vater oder deiner Mutter helfen,
von ihrer Sucht loszukommen. Alkoholismus braucht aber wie jede andere
Krankheit auch eine professionelle Behandlung.
· Schau auf dich selbst:
Achte darauf, dass du dir genügend Gutes tust. Pflege deine Freundschaften,
gehe deinen Hobbys nach und vergiss nicht: Du bist du und nicht nur Mitglied
einer Familie.
· Such dir Unterstützung für dich:
Deine Situation ist nicht einfach für dich - such´ dir jemanden,
dem du vertraust, mit dem du über deine Sorgen reden kannst. Wende
dich an einen Erwachsenen, der dir weiterhelfen kann (Jugendleiter, Lehrer,
Jugendberatungen, ...)
Weitere Infos zu
Alkoholismus in der Familie findest du auch unter Links!
Ich
brauche Hilfe!
So ein Mist!
Deine Freundin hat ein Problem.
Dein Freund steckt in der Sch
Du selber hast Troubles und weißt nicht weiter.
Viele Lebenssituationen
verunsichern, du hast Ärger am Hals, manches ist scheinbar ausweglos.
- Und je schlimmer die Sache ist, desto eher frisst man sie in sich hinein.
With a little help
from my friends
"Hilfe holen" klingt dramatisch, dabei ist es recht alltäglich.
Täglich fragst du jemanden um eine Info, um einen Tipp oder bist
selbst jemandem aus deiner Familie oder deinem Freundeskreis behilflich.
Die "Alltagsberatung" macht einen Großteil der gegenseitigen
Hilfe aus.
Wenn du mit einer Situation nicht zurecht kommst, schau dich um, wen du
fragen kannst: Freund/innen, Eltern, Jugendleiter/innen, irgendeine Vertrauensperson
"Es gibt Krankheiten, die heilt nicht der Arzt, sondern ein
guter Freund" - das gilt für Vieles, was einem im Magen liegt,
Sorgen oder Wut macht.
Aber was ist, wenn
mich keiner versteht?
Oder wenn niemand zum Reden da ist, weil die Sache zu dumm, zu peinlich
oder zu vertraulich ist? Dann helfen vielleicht Profis in einer Beratungsstelle
weiter.
Ich soll in eine
Beratungsstelle!? - Ich hab doch keinen Knacks!
Beratungsstellen sind da für Leute wie dich und mich, mit unseren
ganz normalen Schwierigkeiten. Ärger haben ist einfach menschlich,
und darüber mit jemandem reden, ist es auch.
Beratungsstellen können auch Unterstützung und Hilfe anbieten,
wenn es FreundInnen von dir nicht gut geht.
Beratungsstellen
sind
· auf deiner Seite: Sie sind für dich da und wollen
dir nichts einreden oder dich bevormunden.
· professionell: Die Leute haben "ihren Job gelernt"
und Erfahrung mit ähnlichen Fragen wie deinen.
· neutral: Die Berater/innen sind nicht "befangen",
d.h. sie haben keine Vorinformationen und keine vorgefasste
Meinung zu deiner Situation.
· für dich da: Die Mitarbeiter/innen haben Zeit und
können dir einfach einmal zuhören.
Außerdem kriegst du von den Fachleuten Infos auf deine Fragen, auch
jene, die du dich sonst vielleicht nicht zu stellen traust. Und wenn die
Berater/innen selber nicht weiter wissen, kennen sie zumindest andere
Spezialist/innen, die sich auskennen, und können Kontakte herstellen.
Ich will aber auf
keinen Fall, dass andere was von der Sache erfahren!
Niemand erfährt, was du mit den Mitarbeiter/innen der Beratungsstelle
besprichst. Es sei denn, ihr kommt gemeinsam überein, dass es sinnvoll
ist, diese oder jene Person miteinzubeziehen, weil sie irgendwie zum Problem
und damit auch zu seiner Lösung dazugehört. Wenn es dir unangenehm
ist, musst du nicht einmal deinen Namen angeben.
Und äh,
kostet das jetzt was?
In der Regel zahlst du nichts. Die Fachleute werden zumeist über
öffentliche Gelder finanziert.
Wo finde ich denn
eine solche Beratungsstelle?
Hier findest du Links zu Beratungsstellen!
|