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Fragen und Antworten zum Thema Alkohol

Damit Ihnen für das Gespräch mit Ihrem Kind die Argumente nicht ausgehen, haben wir die Antworten auf wichtige Fragen für Sie zusammengefasst.

1. Stimmt es, dass Jugendliche immer mehr Alkohol trinken?

Nein. Auch wenn in Medien oft der Eindruck vermittelt wird, junge Menschen würden immer mehr Alkohol trinken: Befragungen von Schülerinnen und Schülern in Österreich zeigen ein anderes Bild. Seit 2002 gibt es bei den 11- bis 15-Jährigen einen Rückgang des regelmäßigen Alkoholkonsums. Unter regelmäßigem Konsum versteht man, dass zumindest einmal pro Woche Alkohol getrunken wird. Am deutlichsten ist der Rückgang bei den 15-Jährigen: Der regelmäßige Alkoholkonsum hat sich in dieser Altersgruppe fast halbiert.[1]

Der Großteil der Jugendlichen kann mit Alkohol verantwortungsvoll umgehen. Viele junge Menschen gehen aus, um sich zu unterhalten und um Spaß zu haben, nicht um sich zu betrinken.[2] Fast ein Drittel der 15-jährigen SchülerInnen haben noch nie Alkohol getrunken. Wie auch beim Rauchen ist der Alkoholkonsum stark vom Alter abhängig. Mit steigendem Alter trinken mehr Jugendliche Alkohol. Mädchen trinken noch immer deutlich weniger Alkohol als Burschen, sie haben in den letzten Jahren aber aufgeholt.[3]

Bei den 15-jährigen Burschen gibt jeder fünfte an, im letzten Monat betrunken gewesen zu sein. Bei den 17-Jährigen ist es schon fast jeder zweite. Mädchen sind, auch wenn sie älter werden, nicht so oft betrunken wie Burschen.[4] Wenn Jugendliche regelmäßig viel Alkohol trinken, ist das meist nur eine Phase, die vorüber geht.[5] Nur ganz selten ist es ein Warnsignal für eine beginnende Suchterkrankung (Mehr dazu bei Frage 10).[6]



[1] Bundesministerium für Gesundheit, Sektion III (Hrsg.): Gesundheit und Gesundheitsverhalten von österreichischen Schülerinnen und Schülern. Ergebnisse des WHO-HBSC-Survey 2014. (2015): Wien.
[2] Conibear, Helena: Talking To Kids About Alcohol. A guide for parents and carers. (2011): London.
[3]
HBSC 2014.
[4]
HBSC 2014.
[5]
Supro – Werkstatt für Suchtprophylaxe (Hrsg.): Mit Jugendlichen über Alkohol reden! Was Eltern wissen sollten. (2009) Götzis.
[6]
Lindenmeyer, Johannes & Rost, Simone: Lieber schlau als blau – für Jugendliche. Ein Präventionsprogramm für die Schule. (2008): Basel.

2. Warum wird getrunken?

Wie auch viele Erwachsene, trinken Jugendliche Alkohol oft im Freundeskreis, weil es einfach zum Fortgehen dazugehört: Man stößt mit Alkohol an, die Stimmung steigt und man wird entspannter und lockerer. Aufgrund der Wirkung von Alkohol fällt es dann leichter Kontakte zu knüpfen. Wer mittrinkt, gehört dazu. Oft wird aber Alkohol auch getrunken, weil jungen Menschen langweilig ist. Nicht so oft trinken Jugendliche, um Sorgen oder Probleme zu vergessen oder weil sie Stress haben. Wenn das aber der Fall ist, sollte man darüber reden.[1]

Junge Menschen, die keinen (oder nur wenig) Alkohol trinken, tun dies aus verschiedenen Gründen. Oft spielt Geld eine Rolle: Vor allem in Lokalen ist Alkohol teuer. Auch unangenehme Erfahrungen mit Alkohol in der eigenen Familie oder religiöse Gründe können ausschlaggebend sein. Viele junge Menschen wollen nicht die Kontrolle verlieren. Betrunken kann es passieren, dass man Dinge tut, die man später bereut oder die einem peinlich sind.[2] Natürlich gibt es auch viele, denen Alkohol einfach nicht schmeckt.



[1] Akzent Prävention und Suchttherapie (Hrsg.): Alkohol Informationsbroschüre für Eltern und Erziehende. (2015): Luzern.
[2]
National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism (Hrsg.): Make a difference: Talk to your child about alcohol. (2009): Rockville.

3. Wirkt Alkohol bei jungen Menschen anders?

Kinder und Jugendliche reagieren empfindlicher auf Alkohol. Durch das geringere Körpergewicht werden sie schneller betrunken. Der Alkohol wird langsamer abgebaut, da die Organe noch nicht fertig ausgebildet sind.[1] Mädchen werden noch schneller betrunken, da Frauen mehr Körperfett haben. Sie haben dadurch weniger Körperflüssigkeit, der Alkohol kann sich nicht so gut verteilen.[2]

Außerdem ist bei jungen Menschen das Gehirn noch nicht fertig entwickelt. Jugendliche verhalten sich daher manchmal zu risikoreich. Sie können nicht immer richtig abschätzen, was ihre Handlungen auslösen werden. Da sich junge Menschen noch in der Entwicklung befinden, führt Alkohol schneller zu Schäden. Vor allem das Gehirn kann geschädigt werden, wenn man immer wieder viel Alkohol trinkt.[3] Auch kann man sich schlechter konzentrieren und tut sich beim Lernen schwerer.

Wie Alkohol wirkt, ist von mehreren Dingen abhängig: Von der Menge; davon wie schnell man trinkt; von der körperlichen und seelischen Verfassung; vom Geschlecht; davon, ob man davor etwas gegessen hat, oder nicht. Es dauert zwischen einer halben Stunde und einer Stunde bis der gesamte Alkohol ins Blut übergeht und man die Wirkung spürt. Aufpassen sollte man bei hochprozentigem Alkohol wie Schnaps – man spürt die Wirkung noch nicht, hat aber vielleicht schon zu viel erwischt. Bei Alcopops und Mischgetränken (Süßgetränken mit hochprozentigem Alkohol) schmeckt man den Alkohol weniger, weil die Getränke süß sind. Durch den Zucker und die Kohlensäure geht der Alkohol aber schneller ins Blut über.[4] Der Körper baut pro Stunde nur 0,1 Promille Alkohol ab. Den Abbau kann man nicht beschleunigen.[5]



[1] Institut Suchtprävention (Hrsg.): Über Alkohol reden! Was Eltern wissen sollten. (2010): Linz.
[2]
Bundesministerium für Gesundheit (Hrsg.): Handbuch Alkohol – Österreich. (2009): Wien.
[3]
Akzent Prävention und Suchttherapie (Hrsg.): Alkohol Informationsbroschüre für Eltern und Erziehende. (2015): Luzern.
[4]
Akzent 2015.
[5]
Institut Suchtprävention 2010.

4. Ab wann darf mein Kind Alkohol trinken?

Ab 16 Jahren dürfen Jugendliche Bier und Wein trinken. Gebrannten Alkohol, also Spirituosen und somit auch Alcopops und andere Mischgetränke mit gebranntem Alkohol, darf man erst ab 18 Jahren trinken. So steht es im steirischen Jugendgesetz.[1] In anderen Bundesländern gibt es teilweise andere Bestimmungen. Die Altersgrenzen gibt es, weil Alkohol für Kinder, die noch in der Entwicklung sind, besonders schädlich ist (Mehr dazu bei Frage 3).



[1] StJG 2013.

5. Welche Promillegrenzen gelten für mein Kind im Straßenverkehr?

Im Straßenverkehr hat Alkohol keinen Platz. Alkoholisiert sollte man nie ein Fahrzeug lenken: Wer fährt, der trinkt nicht! Mit jedem Glas Alkohol steigt die Unfallgefahr. Bei 0,5 Promille ist die Unfallgefahr doppelt so hoch wie ohne Alkohol, bei 0,8 Promille ist sie sogar fünf Mal so hoch.[1]

In Österreich gibt es eine 0,5 Promille-Grenze am Steuer von Kraftfahrzeugen. AutolenkerInnen, die einen Probeführerschein haben, dürfen nur maximal 0,1 Promille haben. Die 0,1-Promillegrenze gilt auch für  LKW-, Traktor- bzw. Bus-FahrerInnen und MopedlenkerInnen bis 20 Jahren. Sie dürfen also eigentlich keinen Tropfen Alkohol trinken. Beim L-17-Führerschein gilt das Alkohollimit von 0,1 Promille auch für die / den BeifahrerIn bei Ausbildungsfahrten. Für FahrradfahrerInnen gilt eine 0,8 Promille-Grenze, die Geldstrafen sind hoch. Wer betrunken mit dem Rad fährt, muss vielleicht sogar seinen Führerschein abgeben.[2] Jugendliche, die noch keinen Führerschein haben, riskieren eine Führerscheinsperre.



[1] Kuratorium für Verkehrssicherheit (Hrsg.): Alkohol am Steuer tötet. (2014): Wien.
[2]
§§ 4, 18a, 19 Führerscheingesetz (FSG).

6. Was sollte ich im Umgang mit Alkohol als Elternteil beachten?

Als Elternteil sind Sie Vorbild und haben großen Einfluss darauf, wie Ihr Kind mit Alkohol umgeht.[1] Auch wenn es oft anders ausschaut – Jugendliche orientieren sich stark an ihren Eltern. Daher ist es auch wichtig, wie Sie mit Alkohol umgehen.

Folgende Definition von "Harmlosigkeits- und Gefährdungsgrenze" hat sich in Bezug auf den Alkoholkonsum für Erwachsene international weitgehend durchgesetzt. In beiden Fällen gilt: An zumindest zwei Tagen pro Woche sollte man überhaupt keinen Alkohol trinken.[2]

Vor allem bei Feiern können Eltern ein Vorbild sein und einen  verantwortungsvollen Umgang mit Wein, Bier, Schnaps & Co vorleben. Mit einem Glas Sekt auf einen Geburtstag anzustoßen, ist für viele Menschen etwas Schönes. Hier sollte der Genuss im Vordergrund stehen.[3] Wenn Sie selbst eine Feier machen, sollten Sie Ihren Gästen auch alkoholfreie Getränke anbieten. Überreden Sie niemandem dazu, Alkohol zu trinken. Wenn jemand auf der Feier zu viel Alkohol getrunken hat, sorgen Sie für eine sichere Heimfahrt.[4] Wenn so etwas passiert, dann sollten Sie danach mit Ihrem Kind darüber reden. Sie können zum Beispiel darüber reden, wie sich die Wirkung von Alkohol verändert, wenn man zu viel trinkt.[5]

Auch für Erwachsene sollte klar sein, dass es bestimmte Situationen gibt, in denen Alkohol keinen Platz hat: Im Straßenverkehr, vor wichtigen Terminen, am Arbeitsplatz, bei der Einnahme von Medikamenten und in der Schwangerschaft. Vermeiden Sie es ebenfalls, sich vor Kindern zu betrinken. Auch bei Stress oder Problemen ist Alkohol nicht die richtige Lösung.

Daheim sollten Kinder keinen Zugang zu Alkohol haben. Man sollte Kinder auch keinen Alkohol einkaufen lassen. Bedenken Sie außerdem, dass in vielen Lebensmitteln Alkohol enthalten ist.[6]



[1] Bundesministerium für Gesundheit (Hrsg.): Empfehlungen für Eltern im Umgang mit dem Alkoholkonsum ihrer Kinder: wissenschaftlicher Kenntnisstand. Ein Ratgeber für Fachkräfte der Suchtprävention. (2011): Berlin.
[2]
Bundesministerium für Gesundheit (Hrsg.): Handbuch Alkohol – Österreich. (2009): Wien.
[3]
Akzent Prävention und Suchttherapie (Hrsg.): Alkohol Informationsbroschüre für Eltern und Erziehende. (2015): Luzern.
[4]
Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg (Hrsg.): Über Alkohol reden. Was Eltern, Erzieherinnen und Erzieher wissen sollten. (2013): Stuttgart.
[5]
Akzent 2015.
[6]
Forum Prävention (Hrsg.): Über Alkohol reden. Was Eltern und Erzieher/innen wissen sollten. (2011): Bozen.

7. Soll ich mein Kind Alkohol kosten lassen?

Vorweg: Auch wenn Sie selber keinen Alkohol trinken, werden Sie sich wahrscheinlich mit dieser Frage beschäftigen müssen. Früher oder später wird sich Ihr Kind für Alkohol interessieren. Manche Kinder sind schon sehr früh neugierig, andere zeigen kein Interesse. Das Jugendgesetz gibt den Rahmen klar vor: Alkohol erst ab 16 Jahren (Mehr dazu bei Frage 4). Wenn Ihr Kind schon früher kosten will, sollten Sie nicht nachgeben. Sagen Sie, dass Alkohol für Kinder schädlich ist. Will Ihr Kind immer wieder wissen, wie Alkohol schmeckt, dann lassen Sie es kurz an einem Glas Bier oder Wein, nicht aber an einem süßen Likör oder süßen Mischgetränken, nippen. So wird der Reiz des Verbotenen kleiner. Außerdem schmeckt Kindern Alkohol normalerweise nicht.[1] Das Kostenlassen sollte die Ausnahme bleiben. Wenn Ihr Kind kein Interesse an Alkohol zeigt, dann ist das gut. Sie sollten Ihr Kind natürlich nicht zum Kosten ermutigen.



[1] Akzent Prävention und Suchttherapie (Hrsg.): Alkohol Informationsbroschüre für Eltern und Erziehende. (2015): Luzern.

8. Wie kann ich mein Kind bei seinen ersten Erfahrungen mit Alkohol gut begleiten?

Wenn Jugendliche älter werden, wird oft auch Alkohol immer interessanter. Wird im Freundeskreis schon Alkohol getrunken und häufen sich die Fragen, dann sollten Sie mit Ihrem Kind darüber reden. Meist wird das im Alter zwischen 13 und 15 Jahren der Fall sein.[1]

Um einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu erlernen, ist der richtige Rahmen wichtig. Wenn Sie dabei sind, haben Sie die Kontrolle (z.B. über die Menge Alkohol die getrunken wird) und können nachher darüber reden. Ab 16 Jahren kann, wenn Sie dabei sind und Ihr Kind das will, beispielsweise mit einem Glas Sekt auf den Geburtstag angestoßen, oder ein kleines Bier zum Essen getrunken werden. Reden Sie danach mit Ihrem Kind darüber und stellen Sie Fragen: Wie hat sich das angefühlt? Hat dir der Alkohol geschmeckt? Der genussvolle Alkoholkonsum sollte ein positives Erlebnis sein. Dafür sind Regeln wichtig. Hier einige Beispiele für sinnvolle Regeln: Es sollte nur wenig Alkohol getrunken werden. Ihr Kind sollte zwischen den Getränken eine Pause machen, um die Wirkung abzuwarten. Sie sollten von nun an nicht regelmäßig mit Ihrem Kind Alkohol trinken.[2]



[1] Lindenmeyer, Johannes & Lindenmeyer, Thomas: Auch Trinken will gelernt sein. Wie Sie Ihr Kind beim richtigen Umgang mit Alkohol begleiten. (2014): Basel.
[2]
Lindenmeyer 2014.

9. Wie geht es Kindern, bei denen es Alkoholprobleme in der Familie gibt?

In Österreich leben rund zehn Prozent aller Kinder und Jugendlichen mit einem oder beiden Elternteilen, die von Alkohol abhängig sind. Das sind etwa 150.000 minderjährige Kinder. Laut Untersuchungen haben diese Kinder ein vier- bis sechsfach höheres Risiko, selbst einmal suchtkrank zu werden. Die Vorbildwirkung der suchtkranken Eltern spielt hier eine wichtige Rolle. Aber auch eine genetische Veranlagung könnte dafür verantwortlich sein. Das heißt aber nicht, dass alle Kinder von alkoholkranken Menschen später einmal auch abhängig werden oder eine psychische Erkrankung entwickeln.

Das Zusammenleben mit einem alkoholkranken Elternteil bedeutet für viele Kinder ständigen Stress. Oft ist das Zusammenleben in der betroffenen Familie von Streit zwischen den Eltern und von Gewalt geprägt. Außerdem herrscht häufig innerhalb und auch außerhalb der Familie ein Tabu über die Alkoholerkrankung: Es darf darüber nicht gesprochen werden. Das belastet die Kinder zusätzlich. Die betroffenen Kinder haben nicht selten das Gefühl, dass sie für das Verhalten ihrer Eltern verantwortlich sind. Meist sprechen die Kinder aber nicht über das Problem. Daher fühlen diese Kinder häufig Scham, Schuld, Wut, Traurigkeit und Hilflosigkeit.[1] Besonders wichtig ist, dass sich suchtkranke Eltern Hilfe holen und die Kinder entsprechend professionell unterstützt werden. Wichtige Hilfseinrichtungen finden Sie unter Frage 11.



[1] Klein, Michael: Kinder und Suchtgefahren. (2007): Köln.

10. Welche Anzeichen gibt es für einen problematischen Alkoholkonsum?

Wie auch Erwachsene, trinken junge Menschen immer wieder mal "einen über den Durst". Dennoch haben die wenigsten ein ernstes Problem mit Alkohol. Bemerkt man, dass Jugendliche oft und viel Alkohol trinken, dann sollte man versuchen, die Gründe dafür herauszufinden. Wird getrunken, um Spaß zu haben, um Sorgen zu vergessen, aus Langeweile, aus Einsamkeit, um mit Stress umzugehen? (Mehr dazu bei Frage 2).

Wenn ein junger Mensch schon früh versucht, Probleme mit Alkohol zu „lösen“, so ist er gefährdet und braucht Unterstützung. Vor allem dann, wenn er keine anderen Strategien hat, um Probleme zu bewältigen, als sich zu betrinken. Hat ein Jugendlicher Freunde, Hobbys und kommt im Job, in der Schule oder in der Ausbildung gut zurecht, so besteht weniger Grund zur Sorge – auch wenn ab und zu ausgelassener gefeiert wird.[1]

Es ist schwierig, Anzeichen für einen problematischen Umgang mit Alkohol zu benennen: Stimmungsschwankungen, Müdigkeit, schlechtere Schulleistungen, höhere Geldausgaben, häufiges Zuspätkommen oder die Vernachlässigung von Freunden und Hobbys können viele Gründe haben. Eine regelmäßige Alkoholfahne und der Kater am Morgen danach können erste Hinweise sein.[2] Wichtig ist es, mit Ihrem Kind im Gespräch zu bleiben . (Mehr dazu bei Tipp 4)

Sich selbst als Elternteil ein Problem mit Alkohol oder einen risikoreichen Umgang damit einzugestehen, ist nicht leicht. Falls Sie zumindest zwei der folgenden Fragen mit „Ja“ beantworten, sollten Sie den eigenen Alkoholkonsum kritisch betrachten und eine Beratungsstelle aufsuchen:

  • Haben Sie (erfolglos) versucht, Ihren Alkoholkonsum einzuschränken?
  • Haben andere Menschen Ihren Alkoholkonsum kritisiert und Sie damit verärgert?
  • Hatten Sie schon Schuldgefühle wegen Ihres Alkoholkonsums?
  • Haben Sie jemals schon gleich nach dem Aufstehen getrunken, um „in die Gänge zu kommen“ oder sich zu beruhigen?[3]


[1] Akzent Prävention und Suchttherapie (Hrsg.): Alkohol Informationsbroschüre für Eltern und Erziehende. (2015): Luzern.
[2]
Conibear, Helena: Talking To Kids About Alcohol. A guide for parents and carers. (2011): London.
[3]
Akzent 2015.

11. Wo finde ich Rat und Hilfe?

SUCHTPRÄVENTION

Elternvorträge, Elternworkshops und Projektberatungen für Schulen und Kindergärten

VIVID – Fachstelle für Suchtprävention
T
0316 / 82 33 00
E
info@vivid.at
I www.vivid.at

SUCHTBERATUNG

Ambulante Suchtberatungseinrichtung

Drogenberatung Land Steiermark
T
0316 / 32 60 44
E drogenberatung@stmk.gv.at
I www.drogenberatung.steiermark.at

Suchtberatung und -therapie, Außenstellen in den Bezirksstädten und Onlineberatung

b.a.s. – Steirische Gesellschaft für Suchtfragen
T
0316 / 82 11 99
E
office@bas.at
I www.bas.at

Suchtberatung, Rehabilitation und Integration suchtkranker Menschen mit Angeboten für Angehörige

Verein Grüner Kreis
T
0316 / 76 01 96
E
ambulanz.graz@gruenerkreis.at
I www.gruenerkreis.at

Suchtberatung, Gruppe für Menschen bei Abhängigkeit, Gruppe für Angehörige in den Bezirken Murtal, Murau und Liezen

Psychosoziales Netzwerk (PSN)
T
03572 / 42 99 44
E journaldienst.judenburg@beratungszentrum.at (beides Judenburg)
I www.beratungszentrum.at

Information und Hilfe für Betroffene und Angehörige

Suchtberatung Obersteiermark
T
03842 / 44 474
E office@sb-o.at
I www.suchtberatung-obersteiermark.at

Suchtkrankenhilfe mit Selbsthilfegruppen in Graz, Gröbming, Ramsau und Zeltweg

Blaues Kreuz Österreich
T
0664 / 30 07 315 (Graz)
E info@blaueskreuz.at
I www.blaueskreuz.at

Suchtberatungsstelle im Bezirk Liezen

Avalon – Verein für soziales Engagement
T
03612 / 26 95 4
E
suchtberatung@verein-avalon.at
I www.verein-avalon.at

Gruppe für alkoholkranke Menschen mit Treffen in mehreren steirischen Städten

Anonyme Alkoholiker
T
0316 / 57 47 40 (täglich von 19 bis 21 Uhr)
E stmk-ktn@anonyme-alkoholiker.at
I www.anonyme-alkoholiker.at

Familiengruppen für Angehörige und Freunde von alkoholkranken Menschen

AL-Anon / Alateen
T
0664 / 73 21 72 40
E info@al-anon.at
I www.al-anon.at

Psychotherapeutische Behandlung in Feldbach, Fürstenfeld, Bad Radkersburg und Graz Umgebung

Hilfswerk Steiermark
T
0316 / 81 31 81
E
office@hilfswerk-steiermark.at
I www.hilfswerk.at/steiermark