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Meldungen

Schon moderater Alkoholkonsum erhöht Brustkrebsrisiko

Alkohol ist ein Risikofaktor für viele chronische und tödliche Erkrankungen  © PixabayDer Mythos, dass gemäßigter Alkoholkonsum gesundheitliche Vorteile bringt, hält sich noch immer. Inzwischen gibt es allerdings immer mehr wissenschaftliche Belege dafür, dass Alkohol auch in kleinen Mengen gesundheitsschädlich ist. Alkohol ist ein Zellgift und gehört zu den krebserregenden Stoffen. Er wirkt gleich über mehrere Ebenen krebserregend. Alkohol beeinflusst einerseits den Hormonhaushalt negativ, so dass sich leichter ein hormonbedingter Brustkrebs einstellen kann. Andererseits entstehen bei der Verstoffwechslung des Alkohols krebserregende Stoffe. Außerdem hemmt Alkohol bestimmte Zellstoffwechselwege, die ohne die Gegenwart von Alkohol die Krebsentstehung unterdrücken könnten.

Schon seit über 20 Jahren ist der Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Brutkrebs bekannt. Man ging jedoch davon aus, dass dies vor allem auf größere Mengen zutrifft. Neu ist die Erkenntnis, dass bereits  kleine Mengen von Alkohol das Brustkrebsrisiko erhöhen. Schon ein kleines Glas Wein oder Bier täglich (10 Gramm Alkohol), erhöht das Risiko vor der Menopause an Brustkrebs zu erkranken um 5 Prozent und nach der Menopause um 9 Prozent. Die Studie des World Cancer Research Fund International (WCRF) wurde mit 12 Millionen Frauen durchgeführt. Die gesamte Publikation können Sie auch nachlesen.

Placebo-Effekt: Manche fühlen sich durch Energydrinks mit Alkohol stärker betrunken

Alles nur Einbildung? Manche Menschen fühlen sich stärker angetrunken, wenn sie Hochprozentiges mit Energydrinks mischen. Ein Experiment hat aufgezeigt, dass es sich schlicht um einen Placebo-Effekt handelt.

Der Grund dafür dürfte aus Sicht eines Forschungsteams rund um Studienleiter Yann Cornil das Marketing von Energydrink-Herstellern sein. „Wenn Alkohol mit einem Energydrinks gemixt wird und den Menschen dies bewusst ist, fühlen sie sich einfach deshalb stärker betrunken, weil das Marketing ihnen dies vermittelt“, so der Forscher. Diese vom Marketing bewusst befeuerten Erwartungen lösen einen Placebo-Effekt aus, der zur Folge hat, dass vor allem junge Männer sich stärker betrunken fühlen, wenn sie Energydrinks mit Alkohol mischen.

Das Ergebnis des Experiments: Männer, die einen Cocktail tranken, auf dem der Herstellername eines bekannten Energydrinks aufgedruckt war, fühlten sich um 51 Prozent stärker betrunken als Versuchspersonen, die das gleiche Getränk mit anderer Beschriftung tranken. Die subjektive Wahrnehmung hat auch Auswirkungen auf das Verhalten der Männer: Sie fühlten sich selbstbewusster und wagemutiger. Bekamen die Männer Fotos von hübschen Frauen vorgelegt, so stieg nicht nur ihre Bereitschaft, diese anzusprechen. Die Männer waren auch stärker davon überzeugt, dass die Angesprochene darauf eingehen würde. Der Placebo-Effekt funktionierte vor allem dann, wenn die Männer daran glaubten, dass Energydrinks die Wirkung von Alkohol verstärkt. Glaubten sie nicht daran, blieb der Placebo-Effekt aus.

Diese Wirkung sei nach Ansicht der Wissenschaftler problematisch, da Alkohol auch anti-soziales Verhalten nach sich ziehen kann. Frühere Studien hätten gezeigt, dass Personen mit einer Vorliebe für alkoholische Mixgetränke mit Energydrinks mit einer höheren Wahrscheinlichkeit sexuelle Übergriffe begehen.

Aus Sicht des Forschungsteams sei es deshalb kritisch zu betrachten, wenn die Hersteller von Energydrinks aggressiv damit werben, dass ihre Produkte ungeahnte Kräfte entfalten. Tatsache ist aber, dass die biologische Wirkung von Alkohol nicht durch Energiedrinks beeinflusst wird. Dies belegten frühere Studien, in denen den Teilnehmenden nicht gesagt wurde, was sie zu trinken bekamen. Die ganze Studie können Sie auf Drugcom nachlesen.

Tipps zum Verzicht auf Alkohol

Gerade die Fastenzeit kann dazu genutzt werden, sich zumindest für einige Zeit von Alltagsgewohnheiten zu verabschieden und auf etwas zu verzichten, das einem mitunter nicht leicht fällt. Wie zum Beispiel der Genuss von Alkohol. Für den Online-Fastenkalender der Caritas Steiermark haben wir ein paar Tipps gesammelt, um sich für die Herausforderung zu motivieren und den Verzicht leichter durchzuhalten. Man sollte sich etwa genussvolle Alternativen zum Alkohol suchen, oder seinen Freunden vom Vorhaben erzählen. Weitere Tipps (PDF) haben wir gesammelt.

Alkohol: Soziale Unterschiede bei Todesfällen

Eine Studie der Erasmus University Medical Center in Rotterdam, die im Fachblatt "PLOS Medicine" veröffentlicht wurde, hat den Zusammenhang zwischen alkoholbedingten Todesfällen und sozioökonomischen Faktoren untersucht. Das Ergebnis aus 17 europäischen Ländern ist eindeutig: In Gruppen mit niedrigerem sozialen Status sterben mehr Menschen an Alkohol, als dies in Bevölkerungsgruppen der Fall ist, die sozial besser gestellt sind. Alkohol wird zwar in allen sozialen Schichten getrunken. In vielen Ländern trinken sozial besser gestellte Menschen zwar häufiger - und manchmal auch mehr - als Menschen mit einem geringeren Bildungsgrad. Aber: Ja niedriger der soziale Status, desto problematischer ist auch das Trinkverhalten - das so genannte "Komasaufen" ist etwa deutlich weiter verbreitet. Folglich sind auch die alkoholbedingten Gesundheitsprobleme häufiger, schlussfolgern die Forscherinnen und Forscher. In Ungarn starben im Ländervergleich am meisten Männer und Frauen an Alkohol. Die stärksten Unterschiede zwischen den sozialen Gruppen fanden die Forscher in den Ländern Osteuropas sowie in Finnland und Dänemark. In Spanien, Frankreich, Italien, der Schweiz und in Österreich waren die Unterschiede hingegen weniger stark ausgeprägt. Die meisten Österreicherinnen und Österreicher starben laut Auswertung (die Daten stammen aus den frühen 2000er Jahren) aufgrund von Alkoholmissbrauch und Abhängigkeit, gefolgt von einer alkoholbedingten Leberzirrhose. Rund 8.000 Menschen sterben in Österreich jedes Jahr an den Folgen ihres übermäßigen Alkoholkonsums. Einen ausführlichen Bericht lesen Sie auf orf.at.

Auch wenig Alkohol verschlechtert Nachtsicht

Selbst wenn man weniger als die gesetzlich erlaubten 0,5-Promille Alkohol im Blut hat, wird das Sehvermögen beeinträchtigt. Zu diesem Schluss kam eine aktuelle Studie der Universität Granada, wie das Infoportal drugcom berichtet. Augenärzte raten deswegen vor allem bei Nacht dazu, nur nüchtern ein Auto zu lenken. Alkoholisierte Testpersonen nahmen bei der Untersuchung einzelne Lichtreflexe schlechter wahr. Dadurch könnte das Erkennen von Fußgängern oder Straßenschildern verschlechtert werden. Auch die Kontrastempfindlichkeit verschlechtert sich bei steigendem Alkoholpegel. Kontraste nahmen die Probanden erst nach einer längeren Zeitspanne wahr - Zeit, die man beim Autofahren benötigt, um Gegenstände oder Menschen auf der Straße wahrzunehmen. Der Grund für die Sehbeeinträchtigung liegt im Ethanol, der im Alkohol enthalten ist. Er greift den Tränenfilm an. Die Tränenflüssigkeit verdunstet und löst die Schutzschicht auf. Auch eine Weitung der Pupillen wurde in der Studie festgestellt. Je weiter die Pupille geöffnet ist, desto schlechter ist das Abbild auf der Netzhaut. Lesen Sie dazu den Bericht auf drugcom.

Alkoholkonsum in Pubertät erhöht Risiko

Je früher Jugendliche beginnen, Alkohol zu trinken, desto größer ist das Risiko einer späteren Abhängigkeit. So lautete die bisherige Annahme in der Alkoholforschung. Eine aktuelle Studie, publiziert in der Zeitschrift Sucht 61 (1), hat nun ein neues Ergebnis gebracht: Riskant ist nicht nur ein früher Alkoholkonsum  - die Pubertät stellt in diesem Zusammenhang ein besonders kritische Phase dar. Demnach stellte sich heraus, dass Jugendliche, die zum ersten Mal während der Pubertät Alkohol konsumierten, als junge Erwachsene auch weiterhin einen erhöhten und auch problematischen Alkoholkonsum aufweisen. Diesen Zusammenhang fand man allerdings nicht bei Jugendlichen, die erst nach der Pubertät begonnen hatten Alkohol zu trinken. Laut den Autorinnen und -autoren stellt die Pubertät somit ein besonderes Risikofenster dar, wenn es um den ersten Alkoholkonsum geht. Die Erkenntnisse zeigen, dass nicht der frühe Beginn entscheidend ist, sondern der Umstand, ob sich das Gehirn der / des Jugendlichen gerade in der empfindlichen Reifungsphase befindet. Dies verdeutliche die Wichtigkeit einer Verzögerung des Einstiegsalters beim Alkohol als wichtiges Präventionsziel. Lesen Sie auch den Bericht zu der Studie.

Wer länger arbeitet, trinkt mehr Alkohol

Dass lange Arbeitszeiten die Gesundheit gefährden, weil sie zu Bewegungsmangel, ungesundem Essverhalten und erhöhtem Alkoholkonsum führen, wurde bereits oft untersucht. Nun hat eine aktuelle finnische Studie, die im British Medical Journal veröffentlicht wurde, ganz klar ergeben: Menschen, die mehr als 48 Stunden pro Woche arbeiten, haben ein um elf Prozent erhöhtes Risiko, zu starken Trinkern zu werden, bei 55 Stunden und mehr sind es bereits zwölf Prozent. Bei der umfassenden Untersuchung wurden Daten über Arbeitszeiten und Lebensgewohnheiten von mehr als 330.000 Personen aus 14 Ländern wie den USA, Großbritannien, Australien und Deutschland analysiert. Dabei konnten die Autorinnen und Autoren keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern feststellen, auch Alter, soziale und geografische Herkunft haben nichts mit dem gesteigerten Alkoholkonsum zu tun, sondern lediglich das erhöhte Arbeits- und somit Stressaufkommen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete ausführlich.

Rausch: Gehirn erholt sich lange nicht

Der Kater, wenn man einmal zu tief ins Glas geschaut hat, ist meist nach einem Tag überstanden. Unser Gehirn leidet aber sehr viel länger, vor allem bei regelmäßigem Rauschtrinken. Zu diesem Ergebnis kam nun eine US-amerikanische Studie, bei der jugendliche SchülerInnen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren umfangreichen Hirnleistungstests unterzogen wurden. In fast allen Tests schnitten die Jugendlichen Rauschtrinker schlechte ab, als die abstinente Vergleichsgruppe. Die Untersuchungen zeigten auch, dass sich das Gehirn von Jugendlichen, die sich regelmäßig betrinken, auch nach vier Wochen Abstinenz noch nicht vollständig von den schädlichen Auswirkungen des Alkoholkonsums erholt hat. Einen ausführlichen Bericht dazu, lesen Sie auf Drugcom, dem Internetportal der deutschen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Alkohol beeinflusst Spermaqualität

Schon bei vergleichsweise moderatem Alkoholkonsum nimmt die Spermaqualität beim Mann ab. Zu diesem beunruhigenden Ergebnis kam nun eine dänische Studie, bei der mehr als 1.200 gesunde Männer zwischen 18 und 28 Jahren untersucht wurden. Die Ergebnisse waren eindeutig: Je mehr Alkohol die Männer im Durchschnitt tranken, desto niedriger fiel die Spermaqualität aus. Schon ab fünf Bier pro Woche geht’s mit den männlichen Keimzellen bergab. Die Zeugungsfähigkeit des Mannes könnte dadurch beeinträchtigt werden. Einschränkend muss erwähnt werden, dass die Studie keine Aussage über den Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zulässt. So geben die Autorinnen und Autoren zu bedenken, dass der Lebensstil der Männer, die viel Alkohol trinken, generell ungesünder ist und sich dies auf die Spermaqualität auswirken könnte. Einen ausführlichen Bericht dazu, lesen Sie auf Drugcom.