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Glücksspiel


Unter Glücksspiel versteht man Spiele mit Geldeinsatz, bei denen der Ausgang überwiegend vom Zufall bestimmt wird. Von Glücksspiel kann man süchtig werden. Betroffene verspielen dann sehr viel Geld mit verheerenden finanziellen Folgen für sich und ihre Familien. Die Glücksspielformen mit den meisten SpielerInnen mit Spielproblemen sind Glücksspielautomaten, Sportwetten und klassische Kasinospiele wie Roulette, Poker und Black Jack. 

Nach dem internationalen Klassifikationssystem DSM-V handelt es sich bei pathologischem Spielen um ein andauerndes und wiederkehrendes fehlangepasstes Glücksspielverhalten das sich in mindestens vier der folgenden Merkmale ausdrückt:

  • Das starke Eingenommensein vom Glücksspielen (z.B. Nachdenken über Möglichkeiten, Geld zum Spielen zu beschaffen)
  • Die Erhöhung der Einsätze, um die gewünschte Erregung zu erreichen
  • Unruhe und Reizbarkeit bei dem Versuch, das Glücksspielen einzuschränken oder aufzugeben
  • Wiederholt gescheiterte Versuche, das Glücksspielen einzuschränken oder aufzugeben (z.B. Spielen bis das monatliche Einkommen verspielt bzw. Überziehungsrahmen ausgeschöpft ist)
  • Häufiges Glücksspielen in belastenden Gefühlszuständen, z. B. Hilflosigkeit, Schuldgefühlen, Angst, depressiver Stimmung
  • Lügen gegenüber sozialen Bezugspersonen, um das Glücksspielverhalten zu vertuschen
  • Der Versuch, durch wiederholtes Glücksspielen frühere Geldverluste auszugleichen
  • Das Verlassen auf andere Personen, um die glücksspielbedingte finanzielle Notlage zu überwinden
  • Die Gefährdung oder der Verlust partnerschaftlicher Beziehungen oder beruflicher Perspektiven aufgrund des Glücksspielverhaltens


Laut der Studie "Glücksspiel und Spielerschutz in Österreich" (Kalke et al 2011)  sind ca. 0,66% der Bevölkerung glücksspielsüchtig. Weitere 0,43% weisen ein problematisches Spielverhalten auf und sind demnach suchtgefährdet.  Arbeitslosigkeit und aktuelle Spielprobleme in der Familie sind die wichtigsten Faktoren, die das Risiko für Glücksspielprobleme erhöhen. Weitere Risikofaktoren sind Alter bis 35 Jahre, männliches Geschlecht, niedriges Bildungsniveau und Migrationshintergrund.

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