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Studie zur Mediennutzung: WhatsApp und YouTube immer wichtiger

Exzessives Surfen im Netz kann zu Veränderungen im Gehirn führen  © FotoliaBereits zum fünften Mal wurden oberösterreichische Jugendliche im Alter zwischen 11 und 18 Jahren zu ihrem Medien- und Freizeitverhalten befragt.

Zentrale Ergebnisse der Studie sind:

Der klassische TV-Sender verliert bei jungen Menschen an Bedeutung und wird von Streaming-Diensten und Internet-Plattformen verdrängt.

Die Bedeutung von Freundschaften im echten Leben hat sich nicht verändert. Dass kommunizieren mit diesen über digitale Medien nimmt jedoch einen wichtigen Stellenwert im Leben der Jugendlichen ein.

Das Leseinteresse hat sich über die letzten Jahre, in denen die Studie durchgeführt wurde, nicht verringert.

Als wichtig erachten die Studienautoren das Erlernen einer Medienkompetenz, die sich mit den Chancen und Risiken von neuen Medien beschäftigt und vor allem in der Schule vermittelt werden soll. Pädagoginnen und Pädagogen sehen sich für dieses Thema auch zuständig, denn Jugendlichen einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu lernen. Die Studie wurde von der Education Group durchgeführt. Nähere Ergebnisse zu dem spannenden Thema finden Sie in der Studie.

Exzessives Surfen: Veränderungen im Gehirn

Eine Studie der Onlinesuchtforscher Daria Kuss und Mark Griffiths von der Nottingham Trent University legt nahe, dass das exzessive Surfen in Sozialen Medien zu Veränderungen im Gehirn führen kann. Das berichtet das Magazin Gehirn und Geist (Ausgabe 1/2015). Vor allem virtuelle Streicheleinheiten, in Form von Lob und Bestätigung auf Facebook, Twitter & Co, können ein wahres Feuerwerk an Glücksbotenstoffen auslösen. Wie neurowissenschaftliche Untersuchungen im Rahmen der Studie ergeben haben, können diese heftigen Reaktionen im Belohnungssystem dauerhafte Spuren hinterlassen. Eine mögliche Veränderung im Gehirn kann etwa sein, dass neuronale Netzwerke für andere Belohnungen weniger empfänglich werden. Das kann so weit gehen, dass sich daraus ein suchtähnliches Verhalten entwickelt. Verlässliche Daten, wie viele NutzerInnen von Onlinenetzwerken vom Surfen abhängig sind, findet man schwer. Erst unlängst hat die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung in Deutschland ein Studie präsentiert, der zufolge etwa 270.000 Jugendliche in Deutschland von Internetanwendungen abhängig sind. Das entspricht einer Verdoppelung seit 2011. Die aktuellsten Schätzungen für Österreich aus dem Jahr 2011 gehen von rund 57.000 Menschen aus, die im Zusammenhang mit der Internetnutzung ein suchtähnliches Verhalten aufweisen. Tipps speziell für Eltern zu diesem Thema, finden Sie in unserer Elternbroschüre "Über Medien reden!".

Internet: Kinder brauchen Regeln

Regeln für die Onlinenutzung sind wichtig © iStockPhotoDas Internet bietet Kindern und Jugendlichen große Möglichkeiten und Chancen. Gleichwohl dürfen die Risiken nicht unterschätzt werden. Die Vermittlung einer frühen Medienkompetenz ist der entscheidende Schlüssel zur Prävention. Eine neue Studie der DAK-Gesundheit und des Deutschen Zentrums für Suchtfragen zur Internetsucht zeigt, dass etwa fünf Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland unter krankhaften Folgen ihrer Internetnutzung leiden.Für die repräsentative Untersuchung wurden 1.000 Mütter und Väter umfassend zum Internet- und Computergebrauch ihrer 12- bis 17-jährigen Kinder befragt. Laut der Hälfte der befragten Eltern bleibt das Kind länger online als vorgenommen. Bei sieben Prozent der Kinder gefährdet die Onlinewelt eine wichtige Beziehung oder eine Bildungschance, wobei die Jungen doppelt so häufig betroffen sind.Laut der Studie haben die Kinder im Durchschnitt im Alter ab zwölf Jahren begonnen, das Internet selbstständig zu nutzen. Häufig vereinbaren Eltern mit ihren Kindern keine Regeln für den Umgang mit dem Computer:

• 71 Prozent der Eltern haben keine Regeln, an welchen Orten ihr Kind das Internet nutzen darf

• 51 Prozent der Eltern haben keine Regeln, wie lange ihr Kind das Internet nutzen darf

• 32 Prozent der Eltern haben keine Regeln, welche Inhalte ihr Kind im Internet nutzen darf

Auch wenn es Regeln zur Internetnutzung gab, so wurden diese nur von 42 Prozent der befragten Eltern auch „voll und ganz“ umgesetzt. Nach der Befragung schätzen die Eltern die private Internetnutzung der Kinder an einem normalen Werktag auf rund zweieinhalb Stunden. Am Wochenende steigt die verbrachte Zeit im Durchschnitt auf vier Stunden an. 20 Prozent der Jungen und Mädchen sind am Samstag oder Sonntag sechs Stunden und mehr am Computer. Während Jungen die meiste Zeit mit Online-Spielen verbringen, nutzen die Mädchen das Internet für das sogenannte Chatten. In jeder dritten Familie sorgt die Internetnutzung manchmal bis sehr häufig für Streit.

Fehrnsehen dominiert bei Kindern

Interessante Ergebnisse brachte die KIM-Studie 2014 zum Medienverhalten der 6- bis 13-Jährigen in Deutschland. Insgesamt 63 Prozent der Kinder nutzen zumindest selten das Internet, dieser Anteil hat sich seit der KIM-Studie 2012 nur marginal um einen Prozentpunkt erhöht. Angestiegen ist aber die Häufigkeit der Nutzung: Zählen Kinder zu den Nutzern des Internets, dann surfen 40 Prozent jeden oder fast jeden Tag im Netz (2012: 36 %, 2010: 26 %), 44 Prozent sind ein- oder mehrmals pro Woche online und 16 Prozent zählen zu eher sporadischen Nutzern (weniger als einmal pro Woche). Während Mädchen und Jungen bei der täglichen Nutzung so gut wie keine Unterschiede aufweisen, sind die Jüngeren zu einem deutlich geringeren Anteil vertreten (6-7 Jahre: 15 %, 8-9 Jahre: 18 %, 10-11 Jahre: 38 %, 12-13 Jahre: 60 %).

Hinsichtlich der Zugangsgeräte liegen Computer und Laptop bei Kindern weiterhin mit Ab-stand an erster Stelle, neun von zehn Internetnutzern zwischen sechs und 13 Jahren nutzen das Internet regelmäßig über PC oder Laptop. Nur ein Drittel der Kinder, die zumindest selten das Internet nutzen, gehen regelmäßig mit ihrem Handy/Smartphone online. Auf Platz drei liegen Spielkonsolen (11 %), der Zugang über Tablet-PCs ist nur für eine Minderheit der Internetnutzer (5 %) relevant.

Trotz der wachsenden Bedeutung des Internets ist das Fernsehen für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren das wichtigste Medium. 61 Prozent wählen das Fernsehen als das Medium, auf das sie am wenigsten verzichten können. Nur ein Viertel der Kinder entscheidet sich für Computer und Internet. Und auch bei der täglichen Nutzung ist das Fernsehen Spitzenreiter: 79 Prozent der Kinder schauen täglich fern, das Internet nutzt nur jeder Vierte jeden oder fast jeden Tag.