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Darum leben Jugendliche riskanter

Jugendliche gehen öfter Risiken ein © iStock FranckreporterEs ist wenig überraschend: Jugendliche neigen stärker zu risikoreichem und impulsivem Verhalten. Eine aktuelle Studie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin hat nun herausgefunden, warum das so ist. Junge Menschen haben im Vergleich zu Kindern und Erwachsenen weniger Interesse an Informationen, die ihnen helfen würden, die Risiken ihres Verhaltens besser einzuschätzen. Sie haben eine geringere Motivation, sich zu informieren und geben sich mit weniger Wissen zufrieden. „Das liegt nicht daran, dass sie kognitiv nicht in der Lage sind, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Sie wollen schlicht neue Erfahrungen machen und probieren sich aus“, meint Wouter van den Bos, vom Max-Planck-Institut. Diese Toleranz des Ungewissen erreicht seinen Höhepunkt im Alter von 13 bis 15 Jahren. Die Ergebnisse der Studie könnten auch erklären, warum Informationskampagnen, die Jugendliche über bestimmte Risiken aufklären sollen – wie beispielsweise der Umgang mit Suchtmitteln – oft ins Leere laufen. Selbst wenn Jugendlichen Informationen leicht zugänglich sind, zeigen sie nur wenig Motivation, sich mit diesen zu beschäftigen. „Diese Erkenntnis müsste in die Konzeption von Interventionen miteinfließen, wenn man Jugendliche wirklich erreichen möchte“, sagt Ko-Autor Ralph Hertwig. „Erfolgversprechender als Informationskampagnen könnte zum Beispiel sein, Jugendlichen die Konsequenzen ihres riskanten Verhaltens in einer virtuellen Umgebung konkret erfahrbar zu machen“, so Hertwig weiter.