Bibliothek

Neu in unserer Bibliothek

© Beltz

Wie viel ist noch normal?
Alkoholprobleme erkennen und überwinden

 

Suchen Sie auch in unserem Online-Katalog

VIVID spezial

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


© VIVID

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Druckansicht

Dritthandrauch

Tabakrauch hinterlässt gesundheitsschädliche Rückstände lange, nachdem die letzte Person in einem Raum geraucht hat. Dritthandrauch (früher "kalter Rauch" genannt, eng."thirdhand smoke" [THS]) meint ultrafeine Ablagerungen in Innenräumen zu einem Zeitpunkt, an dem niemand mehr raucht.

Mit Dritthandrauch sind Rückstände des Rauchs gemeint, die für das menschliche Auge unsichtbar sind. Man findet sie zum Beispiel im Feinstaub der Luft, aber auch auf Oberflächen von Möbeln, in Kleidungsstücken, Vorhängen oder Teppichen. Diese Partikel werden wiederum in die Raumluft abgegeben und können über die Atemwege und die Haut in den Organismus von Menschen gelangen.

Nikotin, tabakspezifische Nitrosamine und andere gesundheitsschädliche Stoffe des Tabakrauchs sind auch auf der Haut von Rauchenden nachzuweisen, insbesondere an ihren Fingern. Studien konnten diese Rückstände noch Monate nach der letzten Zigarette nachweisen.

Dritthandrauch entsteht vor allem durch den Nebenstromrauch, also jenen Rauch, der nicht aktiv eingeatmet wird, sondern durch das Verglimmen des Tabakprodukts entsteht.

Zum Weiterlesen: www.rauchfrei.de, Obenland H, Hien W (2015): Krebsgefahr für Kinder durch Tabakrauch-Rückstand (Thirdhand smoke). Umweltmedizin 4/2015.

„Kalter“ Rauch hält sich in Wohnungen über 6 Monate lang

Tabakrauch ist eine Mischung aus mehr als 7.000 Komponenten – viele davon hochgradig gesundheitsschädlich. Eine Studie ging der Frage nach, wie sich die Ablagerungen in Raucher-Haushalten verändern, nachdem die Bewohner mit dem Rauchen aufgehört hatten. Fazit: Auch sechs Monate nach dem Rauchstopp waren im Hausstaub und auf Oberflächen von Möbeln und Böden Schadstoffe messbar – etwa Nikotin und tabakspezifische Nitrosamine. Durchschnittlich hatten die Ex-Rauchenden davor pro Woche 50 Zigaretten in ihren Wohnungen geraucht. Auch an ihren Fingern waren noch sechs Monate lang Nikotin und andere Schadstoffe zu finden.