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Gesundheit und Passivrauch

Passivrauch bedeutet das Einatmen von Tabakrauch, ohne selbst aktiv zu rauchen. Er beinhaltet dieselben giftigen Substanzen, als ob man selbst rauchen würde. Daher kann er auch dieselben gesundheitlichen Schäden verursachen. Passivrauch begünstigt Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, Erkrankungen der Lunge und Krebserkrankungen.

So ist das Risiko für Lungenkrebs um 20 bis 30 Prozent erhöht, wenn man regelmäßig - etwa zuhause oder am Arbeitsplatz - Passivrauch ausgesetzt ist. Da Passivrauch die Gefäßwände verändert und die Gefäße verengt, begünstigt er koronare Herzkrankheiten, Schlaganfall, Thrombose, Artheriosklerose und Chronisch-obstruktive Lugenerkrankung (COPD). Das Risiko für diese Erkrankungen ist bei regelmäßigem Passivrauch um 20 bis 25 Prozent erhöht.

600.000 Tote jährlich

Weltweit sind 40 Prozent der Kinder, 33 Prozent der Frauen und 35 Prozent der Männer unfreiwillig Tabakrauch ausgesetzt. Rund 600.000 versterben vorzeitig an Passivrauch: 379.000 Menschen an Herzerkrankungen, 165.000 an allgemeinen Atemwegserkrankungen, 36.900 an Asthma und 21.400 an Lungenkrebs. Frauen schadet Passivrauch besonders: Etwa 47 Prozent aller Todesfälle, die auf Passivrauch zurückzuführen sind, betreffen Frauen.

Gefährlicher „kalter Rauch“

 Auch moderne Lüftungsanlagen können die schädlichen Inhaltsstoffe des Tabakrauchs nicht vollständig aus der Raumluft entfernen. Feinstaub setzt sich in Vorhängen, Wänden, Böden, Decken und anderen Gegenständen fest. Diese geben kontinuierlich Schadstoffe ab. Damit sind Innenräume, in denen das Rauchen erlaubt ist, eine permanente Expositionsquelle, selbst wenn aktuell nicht geraucht wird.

Auch die Haut saugt Tabak-Giftstoffe auf

Lüften reicht nicht, um Rückstände von Tabak zu entfernen. Das bestätigt eine deutsch-dänische Studie. Nichtrauchende verbrachten drei Stunden in einem verrauchten Raum. Über die Haut hatten sie im Schnitt 560 Mikrogramm Nikotin aufgenommen. Das entspricht fast dem Nikotin einer selbst gerauchten Zigarette und war noch 60 Stunden später nachweisbar war. Im Rahmen der Studie wurden auch T-Shirts fünf Tage in einem verrauchten Raum aufgehängt. Danach musste es jemand tragen, der nicht raucht. Im Urin der Nichtrauchenden war nur durch das Tragen des verrauchten T-Shirts Cotinin nachweisbar, ein Abbau-Produkt von Nikotin.