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Herz-Kreislauferkrankungen

Herz-Kreislauferkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinsuffizienz, Herzinfarkt, Krankheiten der Blutgefäße und Schlaganfall zählen zu den häufigsten Todesursachen.

Mangelnde Bewegung, eine ungesunde Ernährung und vor allem Rauchen sind die wichtigsten vermeidbaren Ursachen von Herz-Kreislauferkrankung. Rauchen hat unterschiedliche Wirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem. Es verschlechtert den Cholesterinspiegel, indem es das „gute“ Cholesterin (HDL) senkt und das „schlechte“ Cholesterin (LDL) erhöht. Zudem steigert es den Blutdruck, schädigt die Muskulatur der Herzwand. Das Blut wird zähflüssig und die Blutplättchen verklumpen. Rauchen schädigt auch die Innenwand der Blutgefäße, was zu Arteriosklerose und letztlich zu Herzinfarkt führen kann. Arterielle Verschlusskrankheiten haben mitunter Amputationen von Gliedmaßen zur Folge.

Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum: Durch Rauchen und Passivrauchen verursachte Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems. 2008.

 

Rauchstopp mit 60 senkt Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen

Auch mit 60 Jahren zahlt es sich noch aus, mit dem Rauchen aufzuhören. Das belegt eine Metaanalyse rund um Epidemiologin Ute Mons (Deutsches Krebsforschungszentrum) an 25 Studien mit rund 504.000 Menschen aus Europa und den USA. Die Metaanalyse ging der Frage nach, wie sich der Rauchstatus auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen auswirkt. Dabei wurde ein eindeutiger Zusammenhang bestätigt: Rauchende hatten die höchste Sterblichkeit, Ex-Rauchende die zweithöchste und Nie-Rauchende die niedrigste. Die Ergebnisse waren hoch signifikant.

Das Risiko steigt mit der Anzahl der gerauchten Zigaretten und ist bei Rauchenden mit einem Konsum von täglich 20 Zigaretten oder mehr am höchsten. Ein Herztod trifft Rauchende im Schnitt fünfeinhalb Jahre früher als Nichtrauchende. Bei Ex-Rauchenden ist das Risiko für Herzinfarkte und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen umso niedriger, je länger das Aufhören zurücklag. Doch selbst wer erst mit über 60 Jahren mit dem Rauchen aufhört, senkt sein Risiko bereits innerhalb weniger Jahre erheblich. Nach dem Rauchstopp geht es kontinuierlich zurück und liegt im Mittel für ehemalige Raucher 1,3-fach höher als für lebenslang Nichtrauchende.

  
 
Rauchen in der frühen Jugend fördert Herzinfarkt
 
Ein Herzinfarkt vor dem 55. Lebensjahr und frühes Rauchen hängen zusammen. Das stellte die Auswertung von Daten aus dem Berliner Herzinfarktregister an über 6.000 Fallbeispielen fest. 76 Prozent derer, die bis zum 55. Lebensjahr einen Herzinfarkt erlitten, waren Rauchende. Je jünger sie zu rauchen begonnen hatten, desto eher erlitten sie einen Herzinfarkt. "Unseren Daten zufolge ist Rauchen der wichtigste Risikofaktor für einen frühen Herzinfarkt", so Studienautor Heinz Theres von der Charite Berlin.
 
 
 
Tabakassoziierte Erkrankungen sind häufigste Todesursachen
 
Herzkreislauf-Erkrankungen waren in Österreich auch im Jahr 2013 häufigste Todesursache, wir der ORF berichtet. 42,9 Prozent aller Todesfälle waren darauf zurückzuführen. An zweiter Stelle folgten Krebserkrankungen, die mit 25,3 Prozent für gut ein Viertel aller Fälle verantwortlich waren. Beide Erkrankungen gelten als hochgradig tabakassoziiert. Ihre Wahrscheinlichkeit erhöht sich durch Tabakkonsum signifikant.
 
Mehr: Rauchen und Gesundheit