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European Tobacco Control Scale

Österreich europäisches Schlusslicht in Nichtraucherschutz und Tabakprävention

Die "European Tobacco Control Scale" (ETCS) ist ein Indikator, der die Umsetzung gesetzlicher Tabakkontrolle auf Ebene der europäischen Nationalstaaten misst. Der Indikator misst sechs zentrale Maßnahmen im Bereich der Tabakkontrolle:

  1. Höhe der Steuern auf Tabakprodukte
  2. Rauchverbote im öffentlichen Raum, z.B. in der Gastronomie
  3. Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung
  4. Werbe- und Marketingverbote
  5. Warnhinweise auf Tabakprodukten
  6. Entwöhnangebote für Rauchende

Je nachdem, wie gut ein Staat diese sechs Maßnahmen umsetzt, wird er im Rahmen der European Tobacco Control Scale bewertet.

Im Vergleich 34 europäischer Staaten landete Österreich 2016 auf dem letzten Platz. Dies bedeutet, dass Maßnahmen der Tabakkontrolle in Österreich schlechter und seltener umgesetzt werden als in allen anderen europäischen Staaten. Mit anderen Worten: Von den Strukturen her ist es nirgends in Europa so einfach, mit dem Rauchen zu beginnen und so schwierig, mit dem Rauchen aufzuhören.

Bereits bei den vier vorangegangenen Messungen (2007, 2010, 2013) hatte Österreich den schlechtesten Nichtraucherschutz Europas. 2006 lag man ex aequo mit Spanien, 2010 mit Griechenland. 2013 und 2016 lag Österreich allein an letzter Stelle.

Den ersten Platz in der europäischen Tabakkontrolle belegt Großbritannien, gefolgt von Irland und Island. Starke Verbesserungen fanden in Rumänien, Niederlande und Ungarn statt.

Die European Tobacco Control Scale wird alle drei Jahre veröffentlicht.

Mehr: Tabakkontrolle in Europa 2016 (PDF)