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Buchtipp:

© Hans Huber Verlag "Ich packs! Trainingstool zur Gefühlskompetenz"

(Yvonne Küttel-Künzel, Barbara Hubatka und Maja Storch)

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Jugendschutz Tabak

Der gesetzliche Jugendschutz drückt aus, in welchen Bereichen eine Gesellschaft Jugendliche für besonders schützenswert hält.

In allen österreichischen Bundesländern liegt der Jugendschutz vor Tabak seit 2019 bei 18 Jahren. Er setzt sich aus einem Konsumverbot und einem Abgabeverbot zusammen: Tabak darf also einerseits erst ab 18 Jahren konsumiert und andererseits erst an Ab-18-Jährige abgegeben werden. Unter „Abgabe“ werden gewerblicher Verkauf (etwa in der Trafik), privater Weiterverkauf sowie die gewerbliche, kostenlose Abgabe (etwa im Zuge einer Werbeaktion) verstanden.

Hintergrund von Altersgrenzen sollte grundsätzlich das Gefährdungspotenzial sein. Österreich war im jahr 2019 der vorletzte EU-Staat, der den Jugendschutz vor Tabak auf 18 Jahre anhob.

 

Nicht an Jugendliche zu verkaufen, wirkt präventiv

Wie leicht oder schwer ist es für Jugendliche, an Tabak zu kommen? Und welche Auswirkungen hat dies auf ihr Rauchverhalten? Das untersuchte eine US-amerikanische Studie. Analysiert wurden alle rund 137.000 Testkäufe, die die Behörde FDA im Jahr 2015 durchführte. Fazit: Je mehr Übertretungen es in einer Region gegen das Verkaufsverbot an Jugendliche gab, desto höher war die Raucher-Rate unter Jugendlichen. Die Wahrscheinlichkeit, dass auch an Jugendliche verkauft wird, hing wiederum mit der Tabaksteuer zusammen: Je höher die Tabaksteuer in einem US-Staat war, desto weniger Übertretungen gegen den Jugendschutz wurden von der FDA gefunden.