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Rauchverbote

Rauchverbote sind eine wirksame Maßnahme, um Nichtraucherschutz und Tabakprävention zu unterstützen.

Rechtliches zum Rauchverbot

Seit dem 1. Jänner 2005 besteht in Österreich – abgesehen von einzelnen Bereichen – ein gesetzliches Rauchverbot an geschlossenen, öffentlichen Orten (§12 und § 13 Tabakgesetz). Als öffentlicher Ort gilt jeder Ort, der ständig oder zu bestimmten Zeiten von einem vorher nicht beschränkten Personenkreis betreten werden kann
(§ 11 Tabakgesetz). Darunter fallen beispielsweise Amtsgebäude, Gesundheitseinrichtungen, Einkaufszentren, Hallenbäder, Busse, Züge, Schulen etc.
Räume, die unter diese Regelung fallen, unterliegen einer Kennzeichnungspflicht
(§ 13b Tabakgesetz).

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Diese Kennzeichnung kann sowohl durch den Rauchverbotshinweis „Rauchen verboten“, als auch durch Rauchverbotssymbole erfolgen, wobei die Hinweise in ausreichender Zahl und Größe vorhanden sein müssen. Jene Räume, in denen das Rauchen gestattet ist, müssen durch den Warnhinweis „Rauchen gefährdet ihre Gesundheit und die Gesundheit ihrer Mitmenschen“ gekennzeichnet sein. Wer die Kennzeichnungspflicht nicht einhält, begeht eine Verwaltungsübertretung, die eine Geldstrafe von bis zu 2.000 Euro, im Wiederholungsfall bis zu 10.000 Euro mit sich bringt (§ 14).

Zum Weiterlesen: Österreichisches Tabakgesetz, Rauchverbote in der Gastronomie


In mehreren europäischen Staaten ist seit der Einführung öffentlicher Rauchverbote auch die (Passiv-)Rauchbelastung im familiären Umfeld zurückgegangen. Mehr dazu unter „News-Meldungen“

 

 

 

Belgien: Weniger Frühgeburten durch Rauchverbot

Seit der Einführung des öffentlichen Rauchverbots in Belgien verringerte sich die Zahl  der Frühgeburten deutlich. Das Rauchverbot wurde zunächst am Arbeitsplatz, danach in Restaurants und schlussendlich in Bars umgesetzt. Mit jeder Verbotsstufe, die in Kraft getreten ist, gingen die Frühgeburten weiter zurück. Dies belegt eine aktuelle Studie der Universität Hasselt. Schon bisher war bekannt, dass Babys von rauchenden oder passivrauchenden Schwangeren bei der Geburt leichter sind als jene von Nichtraucherinnen.

Quelle: Cox et al.: Impact of a stepwise introduction of smoke-free legislation on the rate of preterm births: analysis of routinely collected birth data. BMJ 2013;346:f441. 2013.

Asthma-Rückgang nach Rauchverbot in England
Seit Juli 2007 ist in England das Rauchen in öffentlichen Einrichtungen, der Gastronomie und am Arbeitsplatz verboten. Innerhalb der ersten drei Jahre gingen die Krankenhausaufenthalte von Kindern wegen Asthmabeschwerden um rund neun Prozent zurück. Dies berechneten ForscherInnen der School of Public Health in London. Laut den StudienautorInnen kam es zu diesem Ergebnis, weil in Folge des Rauchverbots auch zuhause weniger geraucht wurde. Das schützt Kinder vor Passivrauch.

NRW bekommt generelles Rauchverbot
Nordrhein-Westfalen, das bevölkerungsreichste deutsche Bundesland, bekommt ab Mai 2013 ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie. Der Düsseldorfer Landtag hob Ausnahmen für Raucherkneipen und Raucherclubs, Festzelte und Brauchtumsveranstaltungen auf. Die Einrichtung von Raucherräumen ist nicht mehr möglich. Allerdings darf in Gaststätten künftig bei privaten Feiern in geschlossener Gesellschaft und abgetrenntem Raum geraucht werden.

Schweiz stimmt gegen generelles Rauchverbot
Mit Zweidrittelmehrheit entschieden sich die Schweizerinnen und Schweizer in einer Volksabstimmung gegen ein generelles Rauchverbot. Dadurch bleiben Raucherräume in der Gastronomie, in Büros und sonstigen Arbeitsplätzen erlaubt. Ähnlich dem österreichischem Tabakgesetz, gibt es in der Schweiz im Nichtraucherschutz zahlreiche Ausnahmegenehmigungen. In einem Kommentar in der Zeitung Der Standard beschreibt Irene Brickner den diesbezüglichen "Sieg der Inkonsequenz"

Rauchen in Einkaufszentren
Lokale, die baulich nicht von einem Einkaufszentrum getrennt sind, gelten als Teil des Einkaufszentrums. Das entschied der Verwaltungsgerichtshof. Da in öffentlichen Gebäuden Rauchverbot herrscht, kann daher auch bei abgetrennten Raucherbereichen gestraft werden.