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(Yvonne Küttel-Künzel, Barbara Hubatka und Maja Storch)

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Rauchverbote

Rauchverbote sind eine wirksame Maßnahme, um Nichtraucherschutz und Tabakprävention zu unterstützen.

Rechtliches zum Rauchverbot

Seit 1. Jänner 2005 besteht in Österreich – abgesehen von einzelnen Bereichen und definierten Ausnahmen – ein gesetzliches Rauchverbot an geschlossenen, öffentlichen Orten (§12 und § 13 Tabak- und Nichtraucherinnen- und Nichtraucherschutzgesetz). Als öffentlicher Ort gilt jeder Ort, der ständig oder zu bestimmten Zeiten von einem vorher nicht beschränkten Personenkreis betreten werden kann. Darunter fallen beispielsweise Amtsgebäude, Gesundheitseinrichtungen, Einkaufszentren, Hallenbäder, Busse, Züge und Schulen. Räume, die unter diese Regelung fallen, unterliegen einer Kennzeichnungspflicht.

Am 1. November 2019 tritt in Österreich das Rauchverbot in allen Innenräumen aller Gastronomiebetriebe in Kraft.

Zum Weiterlesen: Österreichisches Tabakgesetz, Rauchverbote in der Gastronomie


In mehreren europäischen Staaten ist seit der Einführung öffentlicher Rauchverbote auch die (Passiv-)Rauchbelastung im familiären Umfeld zurückgegangen. Mehr dazu unter „News-Meldungen“

 

 


Belgien: Weniger Frühgeburten durch Rauchverbot

Seit der Einführung des öffentlichen Rauchverbots in Belgien verringerte sich die Zahl  der Frühgeburten deutlich. Das zeigte eine Studie auf. Das Rauchverbot wurde zunächst am Arbeitsplatz, danach in Restaurants und schlussendlich in Bars umgesetzt. Mit jeder Verbotsstufe, die in Kraft getreten ist, gingen die Frühgeburten weiter zurück. Dies belegt eine aktuelle Studie der Universität Hasselt. Schon bisher war bekannt, dass Babys von rauchenden oder passivrauchenden Schwangeren bei der Geburt leichter sind als jene von Nichtraucherinnen.

 

Asthma-Rückgang nach Rauchverbot in England

Seit Juli 2007 ist in England das Rauchen in öffentlichen Einrichtungen, der Gastronomie und am Arbeitsplatz verboten. Innerhalb der ersten drei Jahre gingen die Krankenhausaufenthalte von Kindern wegen Asthmabeschwerden um rund neun Prozent zurück. Dies berechneten ForscherInnen der School of Public Health in London. Laut den StudienautorInnen kam es zu diesem Ergebnis, weil in Folge des Rauchverbots auch zuhause weniger geraucht wurde. Das schützt Kinder vor Passivrauch.

 

NRW bekam generelles Rauchverbot

Nordrhein-Westfalen, das bevölkerungsreichste deutsche Bundesland, bekam im Mai 2013 ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie. Der Düsseldorfer Landtag hob Ausnahmen für Raucherkneipen und Raucherclubs, Festzelte und Brauchtumsveranstaltungen auf. Die Einrichtung von Raucherräumen ist nicht mehr möglich. Allerdings darf in Gaststätten bei privaten Feiern in geschlossener Gesellschaft und abgetrenntem Raum geraucht werden.



Schweiz stimmte gegen generelles Rauchverbot

Mit Zweidrittelmehrheit entschieden sich 2012 die Schweizerinnen und Schweizer in einer Volksabstimmung gegen ein generelles Rauchverbot. Dadurch bleiben Raucherräume in der Gastronomie, in Büros und sonstigen Arbeitsplätzen erlaubt. Die landesweite Initiative "Schutz gegen Passivrauchen" um ein landesweites Rauchverbot in öffentlichen Innenräumen. Ähnlich der in Österreich bis 2019 gültigen Regelung, erlaubt das Schweizer Gesetz im Nichtraucherschutz weiterhin zahlreiche Ausnahmen. Ein Kommentar in Der Standard beschreibt den diesbezüglichen "Sieg der Inkonsequenz"