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Häufigkeit

Rauchen in Österreich

Tabakabhängigkeit ist die häufigste Form der Abhängigkeit weltweit. Laut Gesundheitsbefragung der Statistik Austria rauchte im Jahr 2014 knapp ein Viertel (24,3 Prozent)c der österreichischen Bevölkerung. Der Anteil der Frauen liegt mit 22 Prozent niedriger als der Anteil der Männer mit 27 Prozent. Im Alter von 20 bis 54 Jahren ist der Anteil der täglich Rauchenden am höchsten. Gelegentheitsrauchen ist mit 5,7 Prozent seltener.  

Ex-rauchend sind 24,4 Prozent der Bevölkerung. Auch hier ist der Frauenanteil mit 21 Prozent geringer als der Anteil der Männer (29 Prozent Ex-Raucher). Immerhin 45,6 Prozent der österreichischen Bevölkerung haben nie mit dem Rauchen begonnen. Zusammen mit den Ex-Rauchenden stellen sie rund 70 Prozent der Bevölkerung.

Wie die täglich Rauchenden entsprechen die Ex-Rauchenden je knapp 1,8 Millionen Menschen. 

Mehr: Statistik Austria, Gesundheitsbefragung 2014

Rauchen in der Steiermark

In der Steiermark wurde zuletzt 2009 eine Bevölkerungsumfrage zum Rauchverhalten durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass 14,9 Prozent der SteirerInnen ab 15 Jahren regelmäßig rauchen. 5,9 Prozent der SteirerInnen bezeichnen sich als GelegenheitsraucherInnen (vgl. Fernandez/Posch 2011). Nach wie vor rauchen weltweit überwiegend Männer. Aber in Industrienationen holen Mädchen und Frauen auf. Das ist auch für die Steiermark gut belegt: Während der Unterschied bei den Erwachsenen noch deutlich ist, verschwindet er bei den Jugendlichen bereits. So sind 17,2 Proeznt der Männer und 12,9 Prozent der Frauen täglich Rauchende. Bei den 15-jährigen Schülerinnen haben die Mädchen die Buben hingegen schon überholt, was einen internationalen Trend widerspiegelt.  In dieser Altersgruppe rauchen 14,5 Prozent der Mädchen und 12,2 Prozent der Burschen.

Weniger jugendliche RaucherInnen seit 1998

Laut der 2010 durchgeführten HBSC-Studie unter österreichischen SchülerInnen rauchen 21,1 Prozent der 15jährigen Mädchen und 17,6 Prozent der gleichaltrigen Burschen täglich. Seit 1998 nimmt der Anteil der RaucherInnen bei beiden Geschlechtern im gleichen Maße kontinuierlich ab (vgl. HBSC 2010).

Rauchen und Abhängigkeit

Doch nicht alle, die rauchen, sind abhängig. Zur Frage, wie viele Personen in Österreich tabakabhängig sind, gibt es unterschiedliche Schätzungen. Laut Kunze et al 1999 erfüllen 850.000 (37 Prozent) der damals 2,3 Millionen rauchenden ÖsterreicherInnen die Kriterien der Abhängigkeit. Grundlage dieser Berechnung war eine starke oder sehr starke körperliche Abhängigkeit gemäß Fagerströmtest, der ausschließlich die körperliche Abhängigkeit misst. Schwerer zu fassen sind psychische und soziale Abhängigkeit.

Bezogen auf die Definition des Abhängigkeitssyndroms der ICD-10 geht man in der Fachliteratur von 70 bis 80 Prozent nikotinabhängigen RaucherInnen aus. Das wären in absoluten Zahlen rund 1,85 Millionen Nikotinabhängige in Österreich (vgl.  Factsheet Abhängigkeit und Substanzkonsum. Institut Suchtprävention. Linz 2008).

 

Rauchen und soziale Ungleichheit

In "Die Sucht der Armen" geht Tagesanzeiger-Journalist Beat Melzer der Frage auf den Grund, inwiefern Tabakkonsum mit sozioökonomischen Milieus zu tun hat. Sein Fazit: Je höher der sozioökonomische Status, desto eher wird nicht geraucht.

 

Europa: Zwei Prozent weniger Rauchende

Die Europäische Kommission veröffentlichte anlässlich des Weltnichtrauchertags 2015 Daten, wonach die Rauchprävalenz innerhalb der EU von 2012 bis 2014 um zwei Prozent sank: Sie ging von 28 auf 26 Prozent zurück.

Die Unterschiede reichten von der geringsten Häufigkeit in Schweden (11 Prozent) und Finnland (19 Prozent) bis zu höchsten Prävalenz in Griedenland (38 Prozent) und Bulgarien (35 Prozent). Der größte Rückgang war in der jüngsten Altersgruppe (15 bis 24 Jahre) zu verzeichnen. Das europaweit durchschnittliche Rauchanfangsalter lag unverändert bei 17,6 Jahren. 59 Prozent der befragten Rauchenden hatten demnach bereits versucht, aufzuhören.

Mehr: Rauchprävalenz_EU_2015_Infograph