Bibliothek

Buchtipp:

© Hans Huber Verlag "Ich packs! Trainingstool zur Gefühlskompetenz"

(Yvonne Küttel-Künzel, Barbara Hubatka und Maja Storch)

VIVID spezial





 

© VIVID

 

 

 


 

 

 


Druckansicht

Zusatzstoffe

Nicht nur die Inhaltsstoffe, sondern auch die dem Tabak darüber hinaus beigefügten Zusatzstoffe stellen ein Gesundheitsrisiko dar. Bei der Zigarettenherstellung werden dem Rohtabak bis zu 600 weitere Substanzen beigefügt, um die Zigaretten für die Rauchenden genießbarer zu machen.

Weniger unangenehme Wirkungen

Manche Zusatzstoffe unterdrücken unangenehme Wirkungen, zu denen es beim Rauchen kommt. Der bittere, scharfe Geschmack des Rauchs wird überdeckt. Die atemwegreizende Wirkung wird verringert. Zudem färben Zusatzstoffe Asche und Rauch weiß, um das Rauchen optisch ansprechender zu gestalten. Andere Zusatzstoffe erhöhen die Aufnahme des Nikotins im Körper und beschleunigen die Anflutung im Gehirn. Beispiele für Zusatzstoffe sind Vanille, Zucker, Lakritz, Kakao, Menthol und Zellulose.

Zusatzstoffe machen das Rauchen attraktiver, indem sie das Suchtpotenzial erhöhen und die unangenehmen Nebenwirkungen verringern. Dadurch erleichtern sie den Rauch-Einstieg. Laut der EU-Tabakprodukt-Richtlinie müssen manche Zusatzstoffe gemeldet werden und sich einem Bewilligungsverfahren unterziehen. Im Zuge der Umsetzung der EU-Tabakprodukt-Richtlinie in Österreich diskutiert man die genauen Bedingungen für die Beimischung von Zusatzstoffen.

Naturlinien

In Mode gekommen sind sogenannte Natur-Marken von Tabakprodukten. Tabakfirmen bewerben dabei ihre Produkte mit Ausdrücken wie „ohne Zusatzstoffe“, „Naturtabak“ oder „ohne Aromastoffe“. Diese Begriffe sind rechtlich nicht geschützt und mit Vorsicht zu genießen. Denn erst ab einer bestimmten Mindestgrenze müssen Zusatzstoffe deklariert werden.

Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum: Zusatzstoffe in Tabakprodukten / EU-Projekt PITOC. 2012. http://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/PITOC_Zusatzstoffe_in_Tabakprodukten.html.

 

Tabakprodukte mit Alkohol-Geschmack sind im Kommen

Eine junge Entwicklung nimmt eine aktuelle Forschung unter die Lupe: Tabakprodukte mit Alkohol-Geschmack sind im Kommen. So wurden am US-Markt von 409 analysierten Tabakmarken 48 Alkohol-Geschmäcker gefunden, allen voran Mixgetränke wie Mojito und Pina Colade, gefolgt von gebrannten Alkoholika wie Tequila oder Whiskey, Likör wie Amaretto und Irish Cream und – weit abgeschlagen – Wein bzw. Bier. Sorten mit nach Alkohol schmeckendem Tabak gab es vor allem bei E-Zigaretten, aber auch bei Zigarillos, Zigarren und Wasserpfeifen.