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Zusatzstoffe

Nicht nur die Inhaltsstoffe, sondern auch die dem Tabak darüber hinaus beigefügten Zusatzstoffe stellen ein Gesundheitsrisiko dar. Bei der Zigarettenherstellung werden dem Rohtabak bis zu 600 weitere Substanzen beigefügt, um die Zigaretten für die Rauchenden genießbarer zu machen.

Weniger unangenehme Wirkungen
Diese Zusatzstoffe unterdrücken unangenehme Wirkungen, zu denen es beim Rauchen kommt. Der bittere, scharfe Geschmack des Rauchs wird überdeckt. Die atemwegreizende Wirkung wird verringert. Zudem färben Zusatzstoffe Asche und Rauch weiß, um das Rauchen optisch ansprechender zu gestalten. Beispiele für Zusatzstoffe sind Vanille, Zucker, Lakritz, Kakao, Menthol und Zellulose.

Zusatzstoffe machen das Rauchen attraktiver, sind aber zugleich gefährlich, weil damit der Einstieg erleichtert wird. Laut der EU-Tabakprodukt-Richtlinie aus dem Jahr 2001 müssen Zusatzstoffe ab einem Milligramm auf der Packung angegeben werden. Es ist aber möglich, dass Zusatzstoffe unter dieser Grenze ohne einen entsprechenden Hinweis verwendet werden. Im Zuge der Überarbeitung der EU-Tabakprodukt-Richtlinie diskutiert man unter anderem ein generelles Verbot für die Beimischung von Zusatzstoffen.

Naturlinien
In Mode gekommen sind in letzter Zeit auch sogenannte „Naturlinien“. Tabakfirmen bewerben dabei ihre Produkte mit Ausdrücken wie „ohne Zusatzstoffe“, „Naturtabak“ oder „ohne Aromastoffe“. Diese Begriffe sind rechtlich allerdings nicht geschützt. Darüber hinaus sind die Angaben zu Zusatzstoffen erst ab ein Milligramm erforderlich. Daher garantiert die Kennzeichnung eines Tabakprodukts mit der Bezeichnung „ohne Zusatzstoffe“ nicht, dass keine Zusatzstoffe enthalten sind.

Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum: Zusatzstoffe in Tabakprodukten / EU-Projekt PITOC. 2012. http://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/PITOC_Zusatzstoffe_in_Tabakprodukten.html.