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Buchtipp:

© Hans Huber Verlag "Ich packs! Trainingstool zur Gefühlskompetenz"

(Yvonne Küttel-Künzel, Barbara Hubatka und Maja Storch)

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Zahlen / Daten / Fakten

Welche Süchte sind in Österreich am häufigsten verbreitet?

Abhängigkeit in Österreich

 

Die meisten ÖsterreicherInnen sind von legalen Substanzen abhängig. Die erste illegale Substanzgruppe ist rein zahlenmäßig mit den Opioiden erst am Ende des Diagrammes zu finden.

Es ist wichtige Menschen zu sensibilisieren, dass legale Substanzen nicht ungefährlich sind, nur weil sie erlaubt sind, und dass man auch von Tätigkeiten wie Glücksspiel abhängig werden kann.

Tabak:

Nicht alle, die rauchen, sind abhängig. Die Angaben über den Anteil der abhängigen Raucherinnen und Raucher schwanken in der Forschung stark. Laut Batra/Lindinger (2013) kommen Studien zu dem Ergebnis, dass 50 bis 60% aller Rauchenden abhängig, im Sinne der Kriterien des ICD-10, sind. Damit erfüllen 1.193.000 (55 %) der insgesamt 2.170.000 rauchenden Österreicherinnen und Österreicher (Statistik Austria ATHIS 2014) die Kriterien der Abhängigkeit.

Alkohol:

Es wird geschätzt, dass 5 % der österreichischen Bevölkerung ab 16 Jahre von Alkoholismus betroffen ist (Strizek/Uhl 2016). Dies wären ca. 370.000 Österreicherinnen und Österreicher.

Medikamente
:

Da genaue Untersuchungen in Österreich fehlen, schätzt Uhl et al (2005, S. 9) grob, dass 2 % der erwachsenen Bevölkerung von Schlaf- und Beruhigungsmitteln abhängig sind. Das wären ungefähr 147.000 Personen.

Internet:

Für Österreich liegt keine Studie zur Internetsucht vor. Daher wird die PINTA-Studie aus Deutschland herangezogen (Rumpf et al 2011) und auf die österreichische Bevölkerung umgelegt. Bei 1 % der 14- bis 64-Jährigen liegt eine Internetabhängigkeit vor. Demnach können ca. 57.000 Personen als internetabhängig geschätzt werden.

Glücksspiel:

Eine repräsentative Befragung der österreichischen Bevölkerung (im Alter von 14 - 65 Jahren) aus dem Jahr 2015 kam zu dem Ergebnis, dass ungefähr 37.000 Personen ein pathologisches Spielverhalten aufweisen. Zählt man auch jene Personen mit einem problematischen Spielverhalten dazu, dann sind es 64.000 Personen (Kalke et al 2015).

Opioide:

Laut ÖBIG (Epidemiologiebericht 2018) wird die Zahl der Personen mit risikoreichem polytoxikomanen Konsum unter Beteiligung von Opioiden in Österreich zwischen 35.000 und 38.000 geschätzt.