Motivierende Ansprache zum Rauchstopp

Viele Menschen, die rauchen, wollen eigentlich aufhören. Sie wollen gesünder leben. Sie wollen von der Sucht loskommen. Was aber hilft ihnen dabei, den Rauchstopp wirklich zu probieren? Wie kommen sie vom ersten Wunsch zum Entschluss? Dabei spielen alle Berufe eine zentrale Rolle, die mit Gesundheit zu tun haben - etwa Ärztinnen und Ärzte und alle Pflegeberufe.

Es ist effektiv, wenn Angehörige von Gesundheitsberufen Rauchenden zum Aufhören raten. Das bestätigt eine aktuelle Metaanalyse rund um Lindsey Stead. Die Daten aus 42 Studien mit über 31.000 Rauchenden zeigten, dass bereits durch Kurzintervention ein eindeutiger Effekt erzielt werden kann. Ausgehend von einer Abstinenzquote von zwei bis drei Prozent ohne Unterstützung lässt sich diese Quote durch Kurzintervention um weitere ein bis drei Prozent steigern.

Bereits kurzes Beratungsgespräch ist effektiv

Bereits mit einer kurzen Ausstiegsberatung („brief advice“) konnte im Vergleich zu einer Standardversorgung („usual care“) oder keiner Intervention ein eindeutiger Effekt erzielt werden. Ein direkter Vergleich von intensiverer und minimaler Ausstiegsberatung ergab einen kleinen Vorteil für die intensivere Variante, ebenso für Interventionen mit zusätzlichen Follow-up Kontakten.

Auch die aktuellen „Leitlinien Tabakentwöhnung“ des AWMF empfehlen die Motivation zum Rauchstopp durch Angehörige von Gesundheitsberufen. Nach Durchsicht aller hochwertiger, verfügbarer Studien kamen sie zu dem Schluss, dies sei eine effektive Methode, um den Weg zur Entwöhnung zu unterstützen.

Weiterbildungen zur Rauchstopp-Motivation auch in der Steiermark

VIVID – Fachstelle für Suchtprävention bietet Weiterbildungen für Gesundheitsberufe an. Darin geht es um aktuelle Informationen zu Tabak und Nikotin, aber auch um die Frage, wie Ärztinnen und Ärzte, Fachleute der Pflege, Hebammen, Physiotherapeutinnen und andere Profis des Gesundheitswesens zum Aufhören motivieren können. Zur Sprache kommen auch Strategien für Gespräche mit Raucher*innen. Die Weiterbildungen werden für Gesundheitsberufe in Ausbildung, Gesundheitsberufe im niedergelassenen Bereich und Krankenhäuser und Reha-Anstalten angeboten.

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