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Werbung und Marketing

Zigaretten und andere Tabak- und Nikotinprodukte haben ein großes Potenzial, ihren Nutzer*innen zu schaden: Viele entwickeln eine Suchterkrankung. Und viele werden davon krank. Daher gelten für Tabak- und Nikotinprodukte hinsichtlich Werbung, Marketing und Sponsoring strengere Maßstäbe als für harmlose Konsumgüter.

In der Europäischen Union ist die Werbung für Tabak- und Nikotinprodukte daher stark eingeschränkt. Es gibt jedoch Ausnahmen. Diese Ausnahmen sowie indirekte Formen von Werbung und Marketing nutzen Tabakkonzerne auch. Ein Überblick (Link Blindtext Was die Politik tun kann – Werbung Rechtliches) gibt Aufschluss darüber, was bezüglich Werbung und Marketing erlaubt ist und was nicht.

Werbung motiviert zum Anfangen und erhöht Gesamt-Konsum

Derzeit richten sich Marketingstrategien in Industrieländern vor allem an junge Erwachsene und generell an Menschen in Schwellenländern. Für junge Erwachsene wird der Konsum von Tabak- und Nikotinprodukten mit Erwachsensein, freier Entscheidung, Unabhängigkeit und Neugierde in Verbindung gebracht. In Schwellen- und Entwicklungsländern steht im Vordergrund die Assoziation mit Modernität und der Tatsache, sich etwas leisten zu können.

 

Neuere Nikotinprodukte wie E-Zigaretten, Tabakerhitzer und Nikotinbeutel werden vor allem stark abgrenzend zu Tabakprodukten beworben. Es kann dadurch der Anschein entstehen, sie hätten mit dem Sucht und potenziellen Gesundheitsschäden nichts zu tun.

Werbung und Marketing wirken. Sie motivieren zum Probieren von Tabak- und Nikotinprodukten. Sie erhöhen auch den Gesamt-Konsum, erreichen also auch die, die bereits konsumieren.

Aus Sicht der Suchtprävention ist ein umfassendes Verbot von Werbung und Marketing für Tabak- und Nikotinprodukte sinnvoll. Darüber hinaus unterstützen wir ein Verbot von Sponsoring durch die Tabakindustrie, da dieses indirekte Werbewirkung haben kann.

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