Medien

Digitale Medien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und gehören zur Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen einfach dazu. Für einen gesunden und verantwortungsvollen Umgang mit Medien braucht es aber klare Regeln und Orientierung.

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Chancen und Risiken der Onlinewelt

Das Internet ist ein faszinierendes Medium und bietet neue Möglichkeiten für Information, Kommunikation, Kooperation und Unterhaltung – beruflich wie privat. Die meisten Menschen können diese Chancen und Vorteile gut für sich nutzen. Die Onlinewelt hat aber auch einige Nachteile und Risiken.

Das Risiko, eine Onlinesucht zu entwickeln, ist nur eines davon. Eine Befragung unter steirischen Schüler*innen im Jahr 2011 hat ergeben, dass der Großteil der Jugendlichen keine Anzeichen von Internetsucht aufweist und ein unauffälliges Internetverhalten hat. 2,6 Prozent der Befragten wurden allerdings als gefährdet eingestuft und 1,3 Prozent als süchtig. Das bedeutet, dass hochgerechnet rund 2.000 steirische Schüler*innen ein problematisches Internetverhalten aufweisen.

Das mobile Internet ermöglicht, dass das Internet immer und überall verfügbar ist – ein Faktor, der das Suchtpotential erhöhen kann. Aus Sicht der Suchtforschung sind derzeit vor allem Online-Rollenspiele relevant, bei denen sehr viele Spieler*innen global vernetzt miteinander spielen können.

Neben der Suchtgefahr gibt es im Internet aber auch andere Risiken. Als Nachteil sehen viele den einfachen Zugang zu bedenklichen und gefährlichen Inhalten wie Pornographie, Gewalt, oder nationalsozialistischem und rassistischem Gedankengut. Darüber hinaus begünstigen Soziale Netzwerke und Chats im Internet Probleme wie Cybermobbing, Cybergrooming und Sexting. Aus Suchtperspektive ist auch der einfache und unkontrollierte Zugang zu Online-Glücksspielen und Sportwetten bedenklich.

Um den zahlreichen Online-Risiken vorzubeugen, ist es wichtig Medienkompetenz zu erwerben, damit das Internet nicht nur sicher, sondern auch selbstbestimmt, kreativ und sozial verantwortlich genutzt werden kann. Für die Vorbeugung von Onlinesucht ist es wichtig, dass bei Kindern schon früh Lebenskompetenzen gestärkt werden. Darüber hinaus muss man bei Kindern und Jugendlichen einen kritischen Blick auf das eigene Internetverhalten und eine Breite von alternativen Handlungsmöglichkeiten und Freizeitaktivitäten fördern. Dann ist das Internet eine Ergänzung und kein Ersatz für die anderen wichtigen und spannenden Dinge des Lebens. Wenn der Internetkonsum trotzdem problematisch wird, sollte man nicht zögern, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.