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Wie viel ist noch normal?
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Wie viel Alkohol ist zu viel?

Die Empfindlichkeit gegenüber Alkohol ist von Mensch zu Mensch verschieden. Daher ist es schwierig eine Grenzmenge zu bestimmen bei der absolut kein Gesundheitsrisiko besteht und die für alle gilt.

Folgende Definition hat sich international weitgehend durchgesetzt. Hier werden Grenzmengen für risikoarmen bzw. problematischen Alkoholkonsum festgelegt. Bei diesen Angaben handelt es sich um Grenzwerte für gesunde Menschen. Risikoarm darf man aber nicht mit gesund oder risikolos verwechseln. Risikoarm bedeutet nur, dass die Wahrscheinlichkeit an einer alkoholbedingten Krankheit zu erkranken geringer ist. Die Grenzmenge für problematischen Alkoholkonsum bedeutet, dass ein deutlich erhöhtes Gesundheitsrisiko vorliegt. Die Mengen für den problematischen Konsum dürfen aber nicht mit einer Alkoholabhängigkeit gleichgesetzt werden.

Zusätzlich zu diesen Grenzmengen sollen zumindest zwei alkoholfreie Tage pro Woche eingehalten werden.

Abgesehen von der Menge gilt Alkoholtrinken dann als risikoarm, wenn an die jeweilige Situation angepasst getrunken wird. Dazu gehört auch in bestimmten Situationen und Lebenslagen, wie im Straßenverkehr, am Arbeitsplatz oder in der Schwangerschaft auf Alkoholkonsum vollständig zu verzichten. Man nennt dies Punktnüchternheit.

Alkoholkonsum in unangebrachten Situationen wird neben Rauschtrinken zu den problematischen Konsummustern gezählt. Durch den unmittelbaren Alkoholeinfluss steigt die Verletzungs- und Unfallgefahr in allen Lebensbereichen. Betrunkene gefährden nicht nur sich selbst, sondern auch unbeteiligte Dritte. Zum Beispiel durch ein erhöhtes Unfallrisiko oder die Verwicklung in Gewaltsituationen. Außerdem wird riskantes Verhalten unter Alkoholeinfluss teilweise gezielt gesucht.

Quellen: Health Education Council (1994), WHO, Broschüre „Alkohol“ ARGE Suchtvorbeugung