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Was ist Suchtprävention?

Wurde Prävention früher in Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention unterteilt, diskutiert man jetzt die Differenzierung in universelle, selektive, indizierte und Verhältnisprävention. Diese Klassifikation wird von der EBDD (Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht) verwendet und von VIVID übernommen.

VIVID Prävention

Verhältnisprävention zielt darauf ab, das kulturelle, soziale, räumliche und wirtschaftliche Umfeld so zu verändern, dass Menschen weniger Suchterkrankungen entwickeln. Beispiele hierfür sind Preiserhöhungen, Konsumverbote an öffentlichen Orten oder für Minderjährige, die Änderung gesellschaftlicher Normen, aber auch Regeln innerhalb einer Schule oder Familie. Im Unterschied dazu setzt Verhaltensprävention direkt beim Verhalten der Menschen an. Verhaltensprävention kann in Hinblick auf das Risiko für eine spätere Suchtentwicklung weiter unterteilt werden, nämlich in universelle, selektive und indizierte Prävention.

Universelle Prävention wendet sich an die Gesamtbevölkerung oder große Bevölkerungsgruppen, wie zum Beispiel Gemeinden oder Schulen und richtet sich an alle, ungeachtet des Risikoverhaltens oder Erkrankungsrisikos.

Maßnahmen der selektiven Prävention werden für Gruppen konzipiert, die im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ein deutlich höheres Risiko aufweisen, in Kürze oder irgendwann in ihrem Leben eine Suchterkrankung zu entwickeln. Dieses erhöhte Risiko resultiert oftmals aus sozialem Ausschluss, wie dies etwa bei SchulabbrecherInnen oder delinquenten Jugendlichen der Fall ist.  Weitere Beispiele für Risikogruppen sind Jugendliche in arbeitsmarktpolitischen Projekten, manche Gruppen von Migrantinnen und Migranten, Kinder aus suchtbelasteten Familien oder obdachlose Menschen. Auch wenn sie zum Zeitpunkt der Präventionsmaßnahme meist gesund und unauffällig sind, weiß man aus wissenschaftlichen Untersuchungen, dass ihr Risiko für die Entwicklung einer Abhängigkeit erhöht ist.

Bei der indizierten Prävention schließlich stehen einzelne hochgefährdete Individuen im Zentrum, die frühe Anzeichen von Substanzkonsum oder problematischen Verhaltensformen aufweisen, aber noch nicht die diagnostischen Kriterien einer Suchterkrankung erfüllen und/oder ein mit Substanzkonsum assoziiertes problematisches Verhalten aufweisen. Indikatoren für ein erhöhtes individuelles Risiko können zum Beispiel frühe Verhaltensauffälligkeiten, Anpassungs- oder Angststörungen sein.



(Quelle: EMCDDA: European drug prevention quality standards. Lissabon 2011)

 

Für eine erfolgreiche Prävention lassen sich folgende Kernelemente identifizieren:

Wirksame Suchtprävention ist ... (PDF)