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Feinstaub

Die EU hat den zulässigen Jahresmittelwert für Feinstaub mit 40 μg/m³ festgelegt. Zusätzlich darf ein Tagesmittelwert von 50 μg/m³ nur 35 Mal im Jahr überschritten werden.

Laut deutschem Krebsforschungszentrum entstehen die gefährlichsten Innenraum-Schadstoffe durch offenes Feuer zum Kochen und Heizen, gefolgt von Tabakrauch. Die beste Möglichkeit zur Vermeidung der Gesundheitsgefahr durch Innenraumschadstoffe ist es, in der Wohnung nicht zu rauchen. Da es sich bei den im Tabakrauch enthaltenen Stoffen um sehr kleine Partikel handelt, lagern sich diese auch in Pölstern, Vorhängen, Tapeten, Wänden, Teppichböden, Kleidungsstücken etc. ab. Auch im erkalteten Zustand werden sie von dort kontinuierlich an die Raumluft abgegeben.

Eine schottische Studie (Semple et al. 2012) stellte fest, dass in Autos, in denen geraucht wird, eine außerordentlich hohe Feinstaubbelastung besteht - selbst dann, wenn während des Rauchens das Fenster geöffnet ist. Laut "Mailänder Garagentest" (Invernizzi et al. 2004) verursachen drei glimmende Zigaretten in einer geschlossenen 60 Quadratmeter großen Garage deutlich mehr Feinstaub als ein laufender Dieselmotor.

Um die gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch diese Schadstoffe möglichst gering zu halten, ist es besonders wichtig, Räume, in denen geraucht wird, regelmäßig gut durchzulüften. Leider beseitigen selbst gute Lüftungsanlagen meist nur die sichtbaren Rauchschwaden. Übrig bleiben, trotz Luftfilter, die winzigen, hochgiftigen Gase des Tabakrauchs. Um diese zu entfernen, müsste in den Räumen eine laufende Luftumwälzung stattfinden, die mit einem Tornado mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 116 km/h vergleichbar ist. Wirklichen Schutz vor den negativen Folgen des Passivrauchs bietet daher nur eine völlig rauchfreie Umgebung.

 

Quellen: Deutsches Krebsforschungszentrum (2011): Stimmt das wirklich? Fehlannahmen zum Rauchen. Heidelberg; Immissionsschutzgesetz-Luft-Maßnahmenverordnung § 8; Initiative Ärzte gegen Raucherschäden (2007); Invernizzi G et al. (2004): Particulate matter from tobacco versus diesel car exhaust: an educational perspective. In: Tobacco Control. 13, 219–221; Österreichische Krebshilfe (2005/2006): Passivrauchen kann tödlich sein. Wien; Semple S et al. (2012): Secondhand smoke in cars: assessing children's potential exposure during typical journey conditions. Tob Control 4 Jan 2012; Umweltbundesamt (o.J.): Feinstaub in Österreich.