Österreich fällt bei Tabakkontrolle zurück

Eher negativ ist die Einstufung von Österreich in der Tobacco Control Scale 2022. Das internationale Ranking erhebt, welche Strukturen Länder haben, damit Nichtrauchen erleichtert und Rauchen erschwert wird.

Österreich in der „Tobacco Control Scale“ 2025 auf Platz 22 von 37

Wie regelt ein Land den Umgang mit Tabak und Nikotin? Wie leicht ist es, mit dem Rauchen zu beginnen oder aufzuhören? Welche Maßnahmen wirksam sind, um das Tabak- und Nikotinkonsum zu reduzieren, ist aus Studien gut bekannt. Die „Tobacco Control Scale“ erforscht seit dem Jahr 2006, wie einzelne Länder wirksame Maßnahmen umsetzen und erstellt eine Reihung.

2025 bekam Österreich im internationalen Vergleich ein eher schlechtes Zeugnis ausgestellt: Von 37 Ländern, deren Gesetze und Maßnahmen detailliert unter die Lupe genommen wurden, erreichte Österreich Platz 22.

Festgestellt wird insbesondere, dass die Preise für Tabak gemessen am Einkommen in Österreich sehr niedrig sind. Hohe Preise sind jedoch ein wichtiger Hebel, um den Konsum zu reduzieren. Zusätzlich ergibt sich die Veränderung im Ranking von Platz 20 auf Platz 26 auch dadurch, dass mehrere Länder Fortschritte in der Tabakkontrolle gemacht hatten, etwa durch Einführung standardisierter Verpackungen.

Die Tobacco Control Scale wird seit dem Jahr 2006 alle drei Jahre erhoben. 2019 hatte Österreich nach der Einführung rauchfreier Innenräume in der Gastronomie einen großen Sprung vom letzten Platz auf den 20. Platz – und damit ins Mittelfeld – gemacht, 2022 war es auf Platz 26 abgerutscht.

Der Platz bemisst sich auch in Relation zu den gesetzlichen Regulierungen der anderen Staaten: Der „Aufstieg“ mancher Länder erklärt sich auch dadurch dass andere Länder stärker gefallen sind.

Irland, der Spitzenreiter Europas 2021 und 2025, hat die höchsten Zigarettenpreise der untersuchten Länder. Preiserhöhung sind die wirksamste Einzelmaßnahme, um das Rauchen zu reduzieren.

 

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