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Nikotin

Nikotin ist ein Bestandteil von Tabak und dafür verantwortlich, dass Tabakkonsum körperlich und psychisch abhängig macht.

Eine Zigarette enthält bis zu 13 Milligramm Nikotin, wobei beim Rauchen rund ein bis zwei Milligramm pro Zigarette vom Körper aufgenommen werden. Wer 20 Zigaretten pro Tag raucht, nimmt also insgesamt rund 20 bis 40 Milligramm Nikotin auf. Beim Rauchen gelangt Nikotin über die Lunge ins Blut und binnen sieben bis zehn Sekunden ins Gehirn, wobei der Höhepunkt nach rund 30 Sekunden erreicht wird.

Wirkung
Nikotin kann sowohl anregend als auch entspannend sein. Es ruft im Körper vielfältige Reaktionen hervor, wobei die Wirkung von der Dosis, der körperlichen Verfassung der Rauchenden und der Ausgangsstimmung abhängt.

Geringe Mengen von Nikotin, wie sie beim Rauchen aufgenommen werden, erhöhen Blutdruck und Herzfrequenz. Sie wirken anregend. Hohe Dosen verursachen das Gegenteil, senken also Blutdruck und Herzfrequenz. Sie wirken entspannend. Aufgrund dieser konträren Wirkungsweise spricht man auch von einem bivalenten Wirkungsspektrum. Nikotin ist ein starkes Gift und kann sogar tödlich wirken.

Darüber hinaus hat Nikotin folgende Wirkungen:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Gedämpfter Appetit
  • Schlechtere Durchblutung und Absinken der Hauttemperatur
  • Gesteigerte Darmtätigkeit, unter Umständen Durchfall
  • Erhöhte Blutgerinnung und erhöhte Thromboseneigung
  • Erhöhte Atemfrequenz
  • Hemmung der Urinproduktion
  • Erhöhte Schmerzempfindlichkeit

Die typischen tabakbedingten Krankheiten wie Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall oder chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) entstehen nicht durch Nikotin, sondern durch zahlreiche giftige und krebserregende Substanzen im Tabakrauch.

 

Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum: Wirkungsweise des Nikotins. 2011. http://www.dkfz.de/de/rauchertelefon/Nikotin_Wirkung.html.