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Snus

Snus oder Snaff ist ein rauchloses Tabakprodukt, das zwischen Lippe und Zahnfleisch geschoben wird. Er besteht aus fein gemahlenem Tabak, vermengt mit Aromen, Salzen, Wasser, Feuchthaltmitteln und Puffer.

Abhängigkeit
Snus macht aufgrund des im Tabak enthaltenen Nikotins abhängig. Konsumiert man Snus, nimmt man über den Tag hinweg im Durchschnitt gleich viel oder sogar mehr Nikotin auf als jemand, der Zigaretten raucht. Dadurch sind die Abhängigkeits- und Entzugssymptome sogar stärker als bei Raucherinnen und Rauchern.

Gesundheitliche Folgen
Auch rauchlose Tabakprodukte wie Snus verursachen gesundheitliche Schäden. ForscherInnen fanden insgesamt 28 Substanzen, die Bauchspeicheldrüsenkrebs, Mundhöhlenkrebs und Speiseröhrenkrebs hervorrufen können. Rauchlose Tabakprodukte verursachen außerdem Parodontitis, Karies, Zahnverlust, Zahnfleischrückgang, Frühgeburten und schwangerschaftsbedingten Bluthochdruck. Möglichweise schädigen sie auch das Herz-Kreislaufsystem und sind an der Entstehung von Diabetes und dem metabolischen Syndrom beteiligt.

Rechtliches
Europaweit ist der Verkauf von Snus durch die Tabakproduktrichtlinie 2001/37/EU verboten. Einzig Schweden hat 1994 eine Ausnahmeregelung bewirkt. Die Legalisierung des Handels mit Snus ist allerdings kritisch zu sehen. Die Erfahrung aus Schweden zeigt, dass Snus ein beliebtes Einstiegsprodukt für Jugendliche ist. In den letzten Jahren stieg der Konsum rauchloser Tabakprodukte vor allem unter jungen Männern deutlich an.

Ein Argument der Tabakindustrie für die Legalisierung von Snus ist, dass rauchlose Tabakprodukte in der Tabakentwöhnung hilfreich sind. Allerdings sieht man anhand Schweden, dass rauchlose Tabakprodukte eher dazu taugen, RaucherInnen von Zigaretten auf rauchlose Tabakprodukte umzugewöhnen, nicht aber zur Tabakentwöhnung generell.

Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum: Snus – ein gesundheitsschädliches Tabakprodukt. 2010. http://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/download/Publikationen/AdWfP/AdWfdP_Snus_de.pdf