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Rauchen und Krebs

 

Rund 38.000 Menschen erkranken in Österreich jährlich an Krebs. Krebs ist hinter Herz-Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Die Ursachen für das Entstehen von Krebs sind vielfältig. Aus wissenschaftlichen Untersuchungen weiß man allerdings, dass Rauchen der größte vermeidbare Risikofaktor ist.

Warum kann Rauchen Krebs auslösen?

Tabakrauch besteht aus rund 4800 Inhaltsstoffen. Über 70 der bisher bekannten Substanzen des Tabakrauchs sind nachweislich krebserregend oder stehen im Verdacht, Krebs zu verursachen. Zu den krebserzeugenden Substanzen zählen aromatische Amine, tabakspezifische N-Nitrosamine, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und weitere Stoffe.

Diese krebserregenden Substanzen können Schäden in der DNA hervorrufen, was zur Entwicklung von Krebszellen führen kann. Normalerweise verfügen Zellen über Abwehrmechanismen, welche die Entwicklung eines Tumors bremsen oder stoppen können. Allerdings schädigen die krebserzeugenden Substanzen im Tabakrauch genau diese Abwehrmechanismen. Kanzerogene werden schlechter entgiftet und beseitigt, die Reparatur der DNA funktioniert schlechter.

Rauchen fördert das Entstehen von Krebs im Mund-, Nasen- und Rachenraum, Lungenkrebs, Kehlkopfkrebs, Leberkrebs, Krebs der Bauchspeicheldrüse, Harnblase, Niere wie auch Brust- und Gebärmutterhalskrebs und einige Formen der Leukämie. Lungen-, Mundhöhlen-, Kehlkopf- und Bronchienkrebs gehen bis zu 90 Prozent auf das Rauchen zurück.

Das Risiko, an Krebs zu erkranken, hängt auch von den Rauchgewohnheiten ab. Je mehr man pro Tag raucht, je früher man zu rauchen begonnen hat und je länger man raucht, desto höher ist das Krebsrisiko. Tiefes Inhalieren und das Rauchen von besonders gifthaltigen, „starken“ Zigaretten erhöhen das Erkrankungsrisiko zusätzlich.

 

Aufhören lohnt sich
Das Krebsrisiko senkt sich erheblich, wenn man zu rauchen aufhört. Das gilt für alle Altersgruppen. Jedoch lohnt es, so früh wie möglich aufzuhören.
Weitere Vorteile des Rauchstopps

Mehr

Studien (z.B. Peto 2000) zeigen, dass das Krebsrisiko bei jungen ehemaligen RaucherInnen wesentlich geringer ist als bei älteren Personen, die mit dem Rauchen aufgehört haben. Wer mit 30 Jahren aufhört zu rauchen, hat ein etwa gleich hohes Lungenkrebsrisiko wie gleichaltrige NichtraucherInnen.

Um sein Risiko für Lungenkrebs zu senken, ist es wichtig, komplett auf das Rauchen zu verzichten. Eine Reduktion, etwa von zwanzig auf zehn Zigaretten pro Tag, bewirkt nur wenig.



Quellen:
Peto R, Darby SC, Deo H et al.: Smoking, smoking cessation, and lung cancer in the UK since 1950: combination of national statistics with two case-control studies. 2000. In: BMJ, 321, 323–329; Deutsches Krebsforschungszentrum: Durch Rauchen und Passivrauchen verursachte Krebserkrankungen. 2008. http://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/download/Publikationen/FzR/FzR_Krebs.pdf.